2010 - Juni 2012

11.-20. Juli: Im Stadthafen von Papeete, Tahiti

Wir gönnen uns einige Tage am Steg im kleinen Stadthafen von Papeete. Papeete ist mit seine xx Tausend Einwohner das Zentrum und Herz von Frantösisch Polynesien. Hier tobt gerade während unseres Aufenthaltes das Heiva-Fest, die traditionellen polynesischen Tanz- und Feiertage. Wir hätten keinen besseren Aufenthaltsort wählen können, um das bunte Treiben genießen zu können. Jeden Tag steht eine andere Veranstatlung auf dem Programm. Sei es das Wettrennen der Auslegerboote, Bananen-Wettschleppen oder Steineheben. Und jeden Abend streiten andere Tanz- und Musikgruppen um die begehrten Auszeichnungen der tahitianischen Jury. Es scheint, dass keiner der Inselbewohner nicht in einer der vielen Gruppen engagiert ist. Das tolle Programm gibt uns viel Abwechslung von den üblichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, die wir während der Woche in Papeete durchführen. Schließlich liegen wir erstmalig seit dem chilenischen Festland wieder an einem Steg fest - ein schon ungewohntes Gefühlt für uns. Das Frischwasser kommt in Unmengen direkt aus dem Schlauch und muss nicht mühsam Kanister für Kanister per Beiboot herangefahren werden. So erledigen sich die Arbeiten zwar nicht ganz von selbst, dafür aber deutlich einfacher und angenehmer.





8. Juli: Ankunft auf Tahiti

Bereits Stunden vor unserem Landfall auf Tahiti füllt die große Insel bereits den Horizont vor uns. Allerdings verlässt uns gegen Ende der Überfahrt der Wind und wir motoren in die anbrechende Nacht hinein, um kurz vor Mitternacht die westliche Riffeinfahrt der kleineren Halbinsel Tahiti Iti zu erreichen. Begleitet werden wir von einer Vielzahl kleiner Thunfische, die munter in unserem Bugwasser spielen. Da das Wasser ruhig ist, beschließen wir, trotz der Dunkelheit in die Lagune einzulaufen. Nana beobachtet das Radarbild und die elektronische Seekarte und gibt mir Anweisungen, wie ich durch das Riff und das enge Fahrwasser dahinter zu steuern habe. Da nicht alle Fahrwassertonnen beleuchtet sind, suche ich das Wasser vor uns mit der Taschenlampe ab, um nicht mit ihnen zu kollidieren. Wir erreichen sicher die Bucht Phaeton am Isthmus zwischen den beiden Inselteilen. Die Bucht bietet derart guten Schutz, dass unser Boot wohl auch ohne Anker bis zu den Morgenstunden an der gleichen Stelle geblieben wäre. Später laufen wir gut ausgeruht wieder aus der Lagune aus, um die Südwest-Ecke der Inseln zu umrunden und die Westküste - die Passage zwischen Moorea und Tahiti - kennenzulernen. Dort sehen wir auch erstmalig eine Yacht hoch und trocken auf dem Riff. Dieser Anblick bietet sich uns später noch häufiger und mahnt uns, dass zwischen einer traumhaften Zeit und einem Totalverlust des Schiffes nur ein einziger navigatorischer Fehler liegen muss.





Juni in der Südsee: Früchte, Früchte, Früchte ...

Neben der Herzlichkeit der Bewohner muss es der Überfluss an Früchten sein, der seit jeher Besucher begeistert hat. Es wachsen überall so viele Bananen, Pampelmusen, Papayas, Brotfrüchte etc., dass sie vielerorts garnicht abgeerntet werden. Da aber die Bewohner der Australinseln wissen, wie sehr die seltenen Besucher ihre Früchte schätzen, bekommen wir sie in Hülle und Fülle geschenkt. Mal tragen wir eine ganze Bananenstaude auf dem Rücken um Raivavae, ein andernmal fährt einen freundliche Familie extra mit dem Auto bis zu unserem Dinghi, um es reichlich mit Kisten voller Köstlichkeiten zu beladen. Zeitweise haben wir über dreißig Kilogramm an Bananen an Bord, die wir zum Glück bei nächster Gelegenheit mit anderen Seglern teilen können, die sich nach fast einem Monat auf See sehr über diese Begrüßung freuen. Mit den Bananen kommt auch ein blinder Passagier an Bord, der sich während Nanas Nachtwache zu ihr auf den Navigationstisch gesellt: eine faustgroße Spinne! 



28.Juni - 5.Juli: Austral-Inseln - Tubuai und Rurutu

Zwar haben wir das Sturmtief auf Raivavae passieren lassen, aber das Wetter hat während der Überfahrt nach Tubuai noch einiges zu bieten. Wir müssen die rund 100 Seemeilen zwischen den beiden Inseln gegen den Wind zurücklegen. Unser Boot kreuzt nur mit der Fock tapfer gegen die Wellen an. Nach jedem Wellenkamm fällt der Bug in das nachfolgende Tal und setzt hart auf. Mit lautem Krachen wird das ganze Schiff erschüttert und das Rigg surrt laut. Es ist erstaunlich, was die Konstruktion an Belastung aushält. Wir machen allerdings kein Auge zu und verbringen eine ungemütliche Nacht auf See. Aber der Anblick am frühen Morgen entschädigt alles: wir sehen am Horizont die für uns schönste Insel unserer bisherigen Reise: die beiden Gipfel und die grünen Hänge von Tubuai liegen vor uns. Auch erkennt man bereits Teile des Strandes, der in einer Länge von 26 km einmal rund um die Insel verläuft. Unser Anker fällt neben der Mole des Versorgungsschiffes in weniger als drei Meter tiefes Wasser. Angekommen! Kurze Zeit später haben wir festen Boden unter den Füßen und erkunden den Ort, dessen Seeseite wir bei der Ankunft bereits sehen konnten. Aus jedem vorbeifahrenden Auto wird uns freundlichen zugewunken. Und aus vielen Häusern schallt uns das "Irorana", die tahitianische Begrüßung entgegen. Schöner kann eine Ankunft kaum sein. Wir stürzen uns gleich auf die Stände mit frischem Gemüse, das wir lange vermisst haben. Es gibt sogar einen kleinen Supermarkt - erstmalig seit dem südamerikanischen Festland. Tubuai versorgt ganz Französisch Polynesien mit Gemüse und Obst - entsprechend grün und vielfältig ist die Vegetation der Insel. Wir umrunden sie nicht nur entlang ihres schönen Strandes, sondern erklimmen auch die beiden Gipfel über einen Pfad, der schon lange keine Wanderer mehr gesehen hat. Stellenweise kämpfen wir uns durch dichtes Gestrüpp auf dem Weg nach oben. Auch tuckern wir mit unserem kleinen Beiboot zum Riff hinaus und schnorcheln in den Passagen zwischen den Motus, wo uns eine unglaubliche Unterwasserwelt erwartet.

Auf der Weiterfahrt nach Tahiti machen wir noch einen Umweg über Rurutu - ebenfalls eine Insel der Austral-Gruppe. Sie bietet keine geschütztzen Ankerplätze, dafür aber Paarungs- und Brutstätten unzähliger Buckelwale, die sich ab Juli dort einfinden. Wir umkreisen die Insel bei herrlichem Wetter und bestaunen aus sicherer Entfernung die gewaltigen Brecher, die die hohe Dünung aus dem Südmeer verursacht. Aber von den Walen ist leider weit und breit noch nichts zu sehen, weshalb wir bei Sonnenuntergang abdrehen und mit angenehmen Seitenwind Kurs auf Tahiti, das Zentrum der Südsee, nehmen.




15.-27. Juni: Austral-Inseln - Raivavae

Von den Gambier-Inseln setzen wir nicht den üblichen Kurs ab zu den Tuamotus, sondern steuern die weiter südlich liegenden Austral-Inseln an. Diese Inselgruppe liegt noch außerhalb des Passatgürtels und ist für sehr wechselhaftes Wetter bekannt. Dementsprechend selten werden sie von Schiffen besucht. Wir treffen niemanden, der diese Route eingeschlagen hat. Unsere Überfahrt verläuft ruhig und nach einer knappen Woche sichten wir die schöne Insel Raivavae. Die breite Passage durch das Außenriff ist gut markiert und schon bald liegen wir in der geschützten Bucht des einzigen Dorfes der Insel vor Anker. Bereits am nächsten Morgen brechen wir zum obligatorischen Inselrundgang auf und umwandern die nur 16km2 große Hauptinsel des kleinen Atolls. Dabei lernen wir eine Vielzahl der 900 überaus freundlichen Einwohner kennen. Auch bietet die Insel dem seltenen Besucher sieben Kirchen, vier Polizisten, zwei Verkehrsschilder (beides Stoppschilder) und einen Flughafen. Und natürlich eine kristallklare Lagune mit verstreuten, romantischen Inselchen (sogenannte Motus) entlang des Außenriffs. In der örtlichen Gendardmerie wird uns geraten, die sonnigen Tage zu nutzen und die Südseite von Raivavae zu besuchen. Daher gehen wir direkt wieder ankerauf und fahren vorsichtig durch das Gewirr an Korallenköpfen um die Insel herum. Dabei steht einer von uns immer im Bug und gibt Anweisung, wie wir am besten die Untiefen umfahren, die sich bei Sonnenschein durch verschiedenste Farben der Korallen im seichten Wasser bemerkbar machen. Drei Tage verbringen wir auf den Motus mit Strandspaziergängen, Baden, Schnorcheln, Kokusnüsse jagen, Grillen und Sonnen. Danach reicht uns die Ruhe und wir planen die Weiterfahrt. Allerdings kündigt sich ein kräftiges Frontensystem an und wir sind gezwungen, unser Schiff auf der Nordseite der Insel sicher vor Anker zu legen und den Sturm durchziehen zu lassen. Drei volle Tage bläst es die Hänge herab und schüttelt uns kräftig durch. Aber Ankerkette und Stimmung halten prima durch und mit der ersten Aussicht auf Wetterbesserung verlassen wir das Atoll, um die nächste der Australinseln anzufahren.

 

 

Südsee-Impressionen 

Unsere Zeit auf den Gambier-Inseln war herrlich. Hier die schönsten Bilder, die für sich sprechen ...



5. Mai - 07. Juni: Zauber der Südsee auf den Gambier-Inseln

Nach Monaten auf See und auf unruhigen Ankerplätzen sehnen wir uns nach Ruhe vor den Pazifikwellen. Wir finden sie unmittelbar nach der Durchfahrt durch das große, ringförmige Außenriff der Gambier-Inseln. Vor uns liegt die Lagune ruhig und klar wie eine Badewanne. Genauso haben wir es uns gewünscht. Wir werfen zunächst einmal vor der kleinen Insel Taravai unseren Anker und lassen uns von zwei anderen Yachten dort erst einmal in das Leben auf dem Atoll einführen. Für den Abend unserer Ankunft steht unverhofft ein Festessen an. Das auf der Insel lebende Päarchen bereitet nach Tahitianischer Art ein Schwein zu, d.h. es wir einen Nachmittag lang in einem Erdloch gegart. Dazu gibt es allerlei weitere Spezialitäten wie z.B. gebackene Früchte und Sauce aus frischer Kokusnussmilch. Die weiteren Tage auf den Gambiers verbringen wir damit, die einzelen Inseln anzulaufen und Über- und Unterwasser zu erkunden. Besonders interessant ist der Besuch einer Farm zur Schwarzperlenzucht.




11. Mai: Zu Besuch bei den Meuterern der Bounty

Eine weitere, kleine Insel in den Weiten des Pazifiks: vor uns liegt das abgeschiedene Eiland Pitcairn. So abgeschieden, dass Fletcher Christian und die anderen Meuterer der Bounty diese Insel als neue Heimstätte wählten, als sie vor der britischen Admiralität flüchteten. Die Insel liegt nicht nur am empfundenen Ende der Welt, sonder zeigt sich auch sehr ungastlich auf den ersten Blick. Eine sichere Ankerbucht gibt es nicht. Und erst recht keinen Hafen und kein Flugfeld, um die wenigen Familien zu versorgen, die hier in der Einsamkeit leben. Nur alle paar Wochen kommt ein Versorgungsschiff vorbei und wird dann - wenn die See es erlaubt - mit Hilfe von kleinen, offenen Booten entladen. Nur wenige Einheimische wissen, wie man diese Boote halbwegs sicher hinter die einzige, kleinen Betonpier und auf eine Rampe steuert, ohne von der Brandung auf die Felsen geworfen zu werden. Auch wir können nicht mit dem eigenen Beiboot anladen, sondern müssen uns von unserem Ankerplatz auf der gegenüber liegenden Inselseite abholen lassen. Alleine der Ritt in diesem selbstgezimmerten Holzboot einmal um die Insel herum macht die Mühen der langen Anreise wett. Ein pures Abenteur! Die Insel selbst und ihre wenigen Bewohner empfangen uns mit offenen Armen. Alles blüht und verzaubert durch seine Farben und Düfte. Wir gönnen uns nur wenige Stunden auf der Insel, die wir mit einem ausgedehnten Spaziergang über die ganze Insel und mit dem Kennenlernen sicher der Hälfte der Bewohner füllen. Leider müssen wir zum Sonnenuntergang wieder die gefährliche Fahrt rund um die Insel zu unserer Miepke antreten. Die Mutter unseres Bootsmannes steht auf der Pier und gibt das Zeichnen zur Abfahrt zwischen zwei großen Brechern. Der starke Außenborder heult auf und wir schießen um den Molenkopf hinein in die Wellen. Klitschnass erreichen wir unser Zuhause. Zwischen den Knien den riesigen Korb voll mit unseren ersten Südseefrüchten.



02. Mai: Eilige Weiterfahrt

Leider geschieht unsere Abfahrt von der Osterinsel etwas halsueberkopf. Der Wind dreht sehr unguenstig auf Nordwest und schiebt grosse Wellen in die Ankerbucht hinein. Zu viele Schiffe sind hier vor der Insel bereits verloren gegangen. Wir muessen ankerauf gehen und weitersegeln. Der naechste Halt wird hoffentlich Pitcairn werden - ueber 1000 Seemeilen weiter westlich. Von dort melden wir uns wieder!

 

 

29. April: Eine ganz besondere Geburtstagsfeier

Eine ganz besondere Feier steht an: noch nie haben wir einen Geburtstag so weit weg von Zuhause gefeiert, und noch nie sind Gaeste von so weit her angereist: Walter und Birgit haben den weiten Weg nicht gescheut, um drei Tage mit uns auf der Osterinsel zu verbringen. Und natuerlich um den doppelten Geburtstag von Walter und Andreas traditionell gemeinsam zu feiern. Wir sind sehr geruehrt.

Die beiden haben nicht nur viele lang vermisste Leckereien aus Deutschland im Gepaeck, sondern auch einen Satz neuer Unterwanten. Eines der 8 mm starken Kabel ist uns durch das starke Rollen des Bootes am Ankerplatz und durch die Vorbelastung in Patagonien schlichtweg durchgerissen. Aber durch den schnellen Ersatz sind wir in kuerzester Zeit wieder seeklar.



21. April: Wir entdecken die Insel der Moais

Ausgedehnte Wanderungen führen uns über die Insel und zu den vielen Ahus, den Zeremonienstätten. Wir erklettern den erloschenen Vulkan auf Südspitze, an dessen Rand früher der traditionelle Wettkampf um den Titel des Vogelmanns begonnen wurde. Auch marschieren wir entlang der Küste bis zum entlegenen, einzigen Sandstrand der Insel in der Bucht Anakena. Nach dem rauhen Klima Patagoniens genießen wir die angenehmen Temperaturen dieser Breiten in vollen Zügen. Nur das Anlanden mit unserem kleinen Beiboot ist jedes Mal ein kleines Abenteuer, da die hohe Brandung vor dem Hauptort Hanga Roa immer für eine Überraschung gut ist.

 


11. April: Ankunft auf der Osterinsel

Nach über 2.000 Meilen erreichen wir die Osterinsel. Damit war die Überfahrt weitaus länger als unsere Atlantiküberquerung. Und dabei sind wir diesmal nicht von einem Kontinent zum anderen, sondern lediglich von einer einsamen Insel zur nächsten gesegelt. Aber schließlich gilt die Osterinsel als Abgelegenste aller Inseln, was die Entfernung zum Festland angeht. Wir hatten uns die Überfahrt angenehmer vorgestellt. Eine Woche land blies uns ein starker bis stürmischer Wind ohne Unterlass nach Westen. Wir sind noch nie so durchgeschüttelt worden.


 


2. April: Albatrosse

Albatrosse sind unser ständigen Begleiter. Mit ihren majästetischen Schwingen drehen sie ihre Kreise um unser Boot und werden nicht müde, uns zu beobachten. Und wir werden nicht müde, ihre phantastischen Flugkünste zu bestaunen. Sie segeln über die Kämme und nutzen geschickt den Auftrieb jeder Welle. So müsste man Fluggeräte entwerfen können ...


 

29. März: Catedral de Peterborough

Nach vier Tagen erreichen wir die Insel San Felix. Bereits bei Annäherung an den ungastlichen Felsen werden wir von einem Boot der Marine abgefangen. Die gesamte Insel sei militärisches Sperrgebiet. Aber ein Besuch verbietet sich für uns ohnehin, da die einzige Bucht von hohen Klippen umgeben ist und der Boden zu felsig ist, um beruhigt ankern zu können. Uns geht es vielmehr darum, die Catedral de Peterborough anzuschauen, eine gewaltige Felsformation im Nordosten der Insel. Bis ungefähr 50 Meter erhebt sich der schwarze Fels über den Meeresspiegel. Wir fahren nahe heran und werden von Heerscharen von Vögeln begrüßt. Eine geheimnisvolle Stimmung umgibt diesen Koloss mitten im Pazifik. Wir drehen andächtig einige Kreise bevor wir auf Westkurs gehen - zur Osterinsel!

Wir haben gerade die Segel auf den neuen Kurs getrimmt, als die Chilenen uns über Funk Anweisung zum Ankern vor San Felix geben. Es würde schlechtes Wetter heraufziehen. Es kostet uns eine Weile, um den Seesoldaten in Ihren weißen Uniformen zu erklären, dass Ihre Insel keinen Schutz für eine kleine Yacht liefert und wir auf offener See besser aufgehoben sind.


 

25. März: Abschied von Robinson Crusoe

Bei einem herrlichen Langustenessen nehmen wir Abschied von der Robinson Crusoe-Insel. Nachmittags haben wir noch eine Menge unserer Bücher bei der örtlichen Bibliothek abgegeben. Die frühere Dorfbibliothek stand direkt am Ufer und alle Bestände wurden bei dem Tsunami zerstört. Umso dankbarer ist man jetzt für alle Zuwächse.

Nachdem wir alle Wassertanks gefüllt und von der Chilenischen Marine die obligatorische Auslaufgenehmigung erhalten haben, kann es losgehen. Vor uns liegt eine Strecke, die unsere Atlantiküberquerung übertrifft. Zum Glück konnten wir aus einem privaten Garten noch etwas frsches Gemüse erwerben. Und kurz vor der Abfahrt geht uns noch ein kapitaler Pampanito an den Haken, der uns für mehere Tage die Mahlzeiten sichert.


 

18. März: Nördliche Winde zwingen uns zum Verholen auf die Südseite der Insel

Stundenlang beobachten wir die immer hoeher werdenden Wellen, die der aufkommende Nordwind in die offene Bucht hineinschiebt. Gegen Abend beschliessen wir, der Achterbahnfahrt vor Anker ein Ende zu bereiten und auf die andere Seite der Insel zu verlegen. Dort suchen wir zusammen mit einer Reihe grosser Fischereifahrzeuge in einer felsigen Bucht Schutz. Leider finden wir aber nur wenige Stunden Schlaf. Kräftige Fallboen schütteln uns durch und die Fischer nebenan fischen und räuchern die halbe Nacht. Und als endlich Ruhe einkehrte, war diese leider trügerisch: der Anker des großen Schiffes neben uns hielt nicht und ein mächtiger Bug schob sich Meter für Meter auf uns uns. Wir mussten die Besatzung erst mit lautem Getöse wecken, bevor wir uns in Sicherheit bringen konnten. Denn deren Schiff befand sich bereits genau über unserem Anker.

Nach dieser aufregenden Nacht werden wir am nächsten Tag nicht nur mit strahlendem Sonnenschein, sondern mit einem ganz besonderen Erlebnis belohnt: wir fahren mit unserem Dinghi zu den Klippen und gehen mit der dort lebenden Seelöwen-Familie eine Runde baden. Sie lassen uns bis in ihre Gruppe hineinschwimmen und scheinen genauso viel Spaß an der seltenen Begegnung zu haben wie wir.



15.-25. März: Robinson Crusoe-Insel

Robinson hatte Geschmack: auf seiner Insel laesst sich sehr gute die Zeit verbringen. Traumhafte Aussichten laden zu Spaziergaengen in den Haengen ein. Wir geniessen ausgedehnte Wanderungen durch den dichten Wald der Insel.



10.-14. März: Uebrfahrt zur Robinson Crusoe-Insel

Nach vier ruhigen Tagen der Ueberfahrt erreichen wir im Morgengrauen die Insel, auf der Alejandro Selkirk - alias Robinson Crusoe - mehrere Jahre lang sein einsames Leben gefristet hat. Wir gehen in der Bucht Cumberland vor Anker und feiern die Ankunft erst einmal mit einem kraeftigen Steak.



 

4.-8. März: Vorbereitung für den Pazifik

Es soll weitergehen. Die Weite des pazifischen Ozeans liegt vor uns. Unsere nächste Etappe soll uns zu den Juan Fernandez-Inselns führen. Wir sehnen uns wieder danach, zu segeln. Diesmal bunkern wir so viele Lebensmittel wie noch nie: für acht Monate reichen die Vorrräte sicherlich. Es ist erstaunlich, wie die Berge an Lebensmitteln in allen Winkeln der Miepke verschwinden. Die Kunst wird darin bestehen, alles zur passenden Zeit wiederzufinden, um nicht eines Tages Erbsensuppe mit Apfelmuseinlage essen zu müssen.



 

2. & 3. März: Zur Gast auf dem Weingut der Familie Torres

Mit dem Bus fahren wir 700 km nach Norden, um in Curico Freunde aus der Zeit in Spanien zu besuchen. Patricia und Li unternehmen derzeit eine Rundreise durch Chile und wir treffen sie bei Sarah Torres auf dem chilenischen Weingut der Familie Torres. Zwei Tage lang sind wir hier zu Gast und werden von Sarah rundum verwöhnt. Natürlich fehlt es nicht an einer Führung durch das Gut mit anschließender Weinprobe und Festessen im familieneigenen Restaurant. Besonders spannend ist für uns der Besuch einer Siedlung, die nach dem schweren Erdbeben vor zwei Jahren mit Hilfe der Familie Torres wieder neu errichtet wurde. Dafür wurde eigens ein Model für ein einfaches aber zweckmäßiges Holzhaus in Fertigbauweise entwickelt.



28. Februar - 1. März: Villarrica

Zusammen mit der Crew des österreichischen Schiffes Shambala besuchen wir die nahegelegenen Stadt Villarrica am Fuße des gleichnamigen Vulkans. Der Vulkan ist aktiv und bereits von weitem sind die Rauchschwaden des Kraters auszumachen. Nachts erleuchtet glühende Lava seine Spitze. Wir besuchen Wolfgang, den Betreiber des so wichtigen Patagonien-Radionetzes. Jeden Morgen in den Kanäle des Südens haben wir ihm unsere Position gemeldet, damit wir im Notfall ausfindbar sind. Er hat es sich mit seiner Frau Gabi im Hinterland von Chile auf einem phantastischen Grundstück mit Blick auf den Vulkan gemütlich gemacht. Wir verbringen zwei Nächte in seinem Gästehaus, das von einer riesigen Kastanie überdeckt wird.



22.-27. Februar: Valdivia

Wir verbringen ruhige und schöne Tage am Fluß Valdivia. Der Yachtclub hat uns mit offenen Armen empfangen und macht alles für uns möglich. Wir ziehen unser Schiff aus dem Wasser, um die Reparatur am Antrieb abzuschließen. Auch nutzen wir die Gelegenheit, um den Unterwasseranstrich zu erneuern.




11.-21. Februar: Fahrt nach Valdivia

Nach einer letztendlich guten und sicheren Überfahrt erreichen wir die Bucht Corral und fahren den Fluß Valdivia zur gleichnamigen Stadt hinauf. Wir hatten nach anfänglich eher schwierigem Wetter viel Glück mit dem Wetter: südliche Winde haben uns die Chilenische Küste hinaufgetragen. 100 Seemeilen vor Valdivia kam der Humboldt-Strom unterstützend hinzu. Wir sind bereits sehr früh über den Kanal Trinidad in den offenen Pazifik hinausgesegelt. Und das auch erst im zweiten Anlauf. Bei unserem ersten Versuch haben uns Wind und Wellen wieder in die Bucht zurückgedrückt. Und auf hoher See ist erst noch einmal eine Kaltfront mit entsprechenden Böen über uns hinweggezogen.

Wir sind sehr froh, hier in Valdivia erst einmal tief Luft holen zu können. 



10. Februar: Es kann weitergehen ...

Heute morgen kamen zwei befreundete Fischer zu uns und halfen uns, die neue Schraube zu montieren. Mit Kompressor und zwölf Millimeter starkem Neoprenanzug ist die Arbeit im Wasser doch angenehmer, als mit unseren Sportanzügen und Schnorchel. Nach nur zehn Minuten war alles montiert. Und zwar diesmal inklusive einem Sicherungssplint und einem Sicherungsdraht. Für letzteren haben wir extra Löcher in den Befestigungskonus gebohrt. Wir können Volvo nur empfehlen, diese Verbesserungen selbst vorzunehmen.

Heute Vormittag wurde unser Schiff dann auch gleich von der chilenischen Marine inspiziert und wir haben die Erlaubnis zur Weiterfahrt nach Valdivia erhalten. Morgen früh soll es losgehen. In der zwieten Märzwoche sollten wir spätestens in Valdivia ankommen. Dann melden wir uns wieder.



 

02.-03. Februar: Nationalpark Torres del Paine

Wir besuchen für zwei Tage den Nationalpark. Diesmal reise wir aber im Mietwagen. Wie soll man unsere Eindrücke in Worte fassen? Die Bilder sollen für sich sprechen:


 

 

27.-29. Januar: Abenteuer pur - mit dem Beiboot in die Wildnis Da unsere Miepke derzeit mangels Schraube ausfällt, unternehmen wir kurzerhand eine Reise mit unserem Beiboot. Wir wollen die dreißig Seemeilen durch den Kanal Ultima Esperanza zum Nationalpark Torres del Paine in unserem nur wenig mehr als zwei Meter langem Schlaubboot zurücklegen. Unser immer wieder belächelte kleine Außenborder mit nur 2,5 PS soll zumindest für die Hinfahrt gegen den Wind für den nötigen Vortrieb sorgen. Falls er unterwegs ausfallen sollte, rudern wir einfach mit Rückwind nach Puerto Natales zurück. Wir beladen das Böotchen mit insgesamt 120 Kg Gepäck. d.h. 25 l Wasser, 20 l Benzin, Zelt, Schlafsäcke und Isomatten, Kleidung, etwas Werkzeug, Proviant für eine Woche und so manches an Kleinkram. Wir rechnen mit einer Reisegeschwindigkeit von zwei bis drei Knoten bei einem Benzinverbrauch von einem Drittel bis einem Halben Liter pro Stunde.

Wir schnüren alles sorgfältig fest und tatsächlich verschwindet das meiste unter dem kleinen Spritzschutz, den Nana in Buenos Aires für das Beiboot genäht hat. Bei Sonne und glattem Wasser brechen wir mittags auf und legen bis zum Abend auch gleich zwölf entspannte Seemeilen zurück. Das Zelt schlagen wir in einer einsamen Bucht rechtzeitig vor einem kräftigem Regenschauer auf. Zum Abendessen gibt es heiße Suppe und einen phantastischen Regenbogen. Nachts wird es allerdings recht kalt und wir liegen lange wach und überlegen uns, was wohl die Pumas dieser Gegend gerade machen.

Am Morgen beladen wir nach ausgedehntem Frühstück wieder unser Landungsboot und beschließen, trotz Schaumkronen auf dem Wasser weiter nach Westen zu fahren. Kaum verlassen wir die geschütze Bucht bläst uns der Wind auch schon mächtig um die Ohren. Hinter uns werfen sich die Brecher gegen die Felsen. Während wir beherzt gegen die Wellen andampfen, halten wir Ausschau nach jeder Anlegemöglichkeit zwischen den Felsen für den Fall, dass unser Außenborder kurzfrstig den Dienst verweigert. Schnell stellen wir fest, dass unser teures Ersatzölzeug von Helly Hansen nur für Sonnenschein gedacht ist. Bereits nach wenigen Wellen sind wir komplett durchnässt und die Kälte macht die Fahrt recht ungemüdlich. Daher legen wir nach zwei Stunden wieder an und schlagen das Zelt auf, um uns aufzuwärmen. Und mehr war an diesem Tag auch nicht mehr möglich, da ein heftiger Sturm aufzog, der zwölf Stunden lang an unserem Zelt rüttelte. Erst als wir entnervt alle Klamotten hinter einen nahegelegenen Felsen zerren, kehrt etwas mehr Ruhe ein.

Der folgende Tag begrüßt uns zwar wieder mit viel Sonne, aber unvermindert starken Wind. Trotzdem steigen wir wieder ein und tasten uns vorsichtig am Ufer entlang um das nächste Kap herum. Dort erwartet uns eine Kreuzsee wie aus dem Lehrbuch. Wir tanzen auf den Wellen und nehmen jede Menge Wasser über. Das alles könnte ein großer Spaß sein ... wenn der Ultima Esperanza nicht von eisigem Gletscherwasser gespeist werden würde. Daher macht uns auch die Gefahr einer Kenterung so große Sorgen. Wir erreichen nach einigen Seemeilen eine Farm mit einladendem Steg, an dem wir festmachen. Zum Glück wird auf der Farm mittlerweile eine kleine Herberge und ein Restaurant betrieben. Täglich legt ein Fährtschiff mit Touristen auf dem Weg zum Nationalpark hier für ein Mittagessen an. Der Leiter der Farm eilt uns zum Bootsanleger entgegen und lädt uns prompt ein, uns vor dem Ofen zu wärmen und auszuruhen. Wir haben kaum die Kleidung gewechselt, als wir auch schon zu einem vorzüglichen, kräftigen Mittagessen eingeladen werden. Dass wir den Weg aus Natales bis zur Farm mit unserem Miniboot zurückgelegt haben, will uns aber keiner so recht glauben.

Beiläufig wird uns erzählt, dass gestern in Natales eine Yacht um Hilfe gefunkt habe, da sich eine weitere, unbemannte Yacht vom Anker losgerissen hätte. Wir trauen unseren Ohren nicht! Es lagen bei unserer Abfahrt nur zwei Yachten in Natales, d.h. es kann sich nur um unsere Miepke handeln, die alleine weiterfahren wollte. Wir sind schockiert und wollen sofort zurückkehren. Aber es gießt mittlerweile in Strömen und die Böen draußen auf dem Wasser hätten uns keine Minute ruhige Fahrt gegönnt. Aber eine Lösung ist schnell bei der Hand: Mittags wird die Fähre auf der Rückfahrt vom Nationalpark hier anlegen. Sie wird uns in nur drei Stunden zumindest in die Nähe von Natales bringen können. Also warten wir geduldig auf das Schiff mit seinen vielen Touristen. Kaum angekommen, lädt die freundliche Besatzung gleich unser Gepäck ein und bindet unser Boot kurzerhand aufrecht an das Heck der Fähre. Einmal mehr bewährt es sich, dass Boot und Außenborder zusammen keine fünfzig Kilogramm wiegen.

Am späten Nachmittag werden wir in Puerto Bovies wieder ins Wasser gesetzt. Die letzten Seemeilen bis zu unserem Ankerplatz werden noch einmal aufregend, da die eigentlich keinen Meter hohen Wellen für unser Dinghi bereits wahre Berge darstellen. Wir biegen um die letzten Landzunge ... und treffen auf unsere Miepke, die sich keinen Meter von der Stelle bewegt hat. Drei Anker und zwei schwere Landleinen halten sie fest. Aber ein weiteres, drittes Schiff ankert in der Nähe. Es ist erst vorgestern eingetroffen und hat durch das Losreißen seines Ankers bereits für Aufregung gesorgt. Und für den plötzlichen Abbruch unseres Ausfluges.



24. Januar: Ein Haus im Grünen

Zurück in Puerto Natales probieren wir gleich unser neues Zelt aus. Da wir der Stadt gegenüber vor einer romantischen Kuhwiese unser Schiff festgemacht haben, bietet sich auch gleich passendes Bauland. Wir schlagen uns Einfamilienhaus direkt zwischen den verdutzten Kühen auf und genießen den Ausblick auf Schiff und Stadt. 


 

 


23. Januar: Punta Arenas

Eine neue Schraube und die zugehörigen Teile zur Befestigung müssen aus Deutschland gesendet werden. Volvo Penta in Santiago reagiert leider auf keine Anfragen. Außerdem würden wir vermutlich ohnehin nur zu hören bekommen, dass Ersatzteile aus Europe bezogen werden müssen - mit entsprechendem Aufpreis.

Damit uns die Zeit des Wartens nicht zu lange wird, starten wir ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm. Wir beginnen mit einem Tagesausflug nach Punta Arenas. Früh morgens nehmen wir den Bus, der uns in drei Stunden zur ehemals bedeutenden Hafenstadt an der Magellanstraße bringt. Wir spazieren auf der Uferpromenade und streifen durch die Innenstadt und den Hafen. Die Stadt zeigt sich bei strahlendem Sonnenschein von ihrer besten Seite.

Auch decken wir uns mit einer Campingausrüstung ein: Zelt, Isomatten, Kocher und Geschirr.


 

 

20. Januar: Wenigstens die Ursache für den Schraubenverlust erkannt

Leider können wir uns noch nicht für unser neues Hobby, im lausig kaltem Wasser zu tauchen begeistern. Aber so konnten wir zumindest die Ursache für unsere erneute Misere feststellen: Unser Schiff ist mit einem sogenannten Z-Antrieb von Volvo Penta ausgesattet. Leider ist eine ringförmige Zinkanode als Schutz vor Korrosion vor der Schraube angeordnet. Deren Befestigungsschrauben haben sich - wie damals in Vigo (siehe Photo) - erneut losgearbeitet. Die Ringanode begann, sich frei auf der Schraubenwelle mitzudrehen. Dadurch entstanden Vibrationen, die die Befestigung der Schraube nicht ausgehalten haben. Es fehlt also nicht nur wieder die Schraube, sondern auch das Lagergehäuse ist wieder beschädigt und muss ausgetauscht werden. Volvo hat sich also gleich zwei schwerwiegende Konstruktionsfehler erlaubt: die Schraube ist unzureichend gesichert, und die Anordnung und Befestigung der Anode absoluter Blödsinn. Leider blieb bisher jede Stellungnahme von Volvo Penta aus. Wir werden mit diesem Problem hier am Ende der Welt alleingelassen.



12.-15. Januar: Ohne Motor nach Puerto Natales

Die Entscheidung ist gefällt. Wir segeln nach Puerto Natales und nehmen den langen Umweg in Kauf. Noch wissen wir nicht, was uns erwartet. Drei Tage segeln wir bei Sturm ohne Motor durch die Kanäle. Täglich verspricht der Wetterbericht mäßige fünf Windstärken - und täglich peitschen uns sieben bis neun Windstärken voran. In vier unbekannte Ankerplätze laufen wir unter Segeln ein. Die Ablegemanöver ohne Motor sind nicht weniger spannend, da wir jedesmal Unmengen an Kelp mit dem Anker aus der Tiefe ziehen. Wenn jetzt nur Rigg, Segel und Ruder halten. Durch den Kanal Sarmiento segeln wir an einem Tag 65 Seemeilen zurück. Diese Strecke sind wir zuvor an drei mühsamen, zwölf bis vierzehn Stunden langen Segeltagen aufgekreuzt. Das tut weh!

Weiter geht es durch den Seno Union in ein Gewässer, das einladend "Ohne Ausweg" heißt. Natürlich mit stürmischen Wind im Nacken, der Wellen auftürmt, die man auch auf dem offenen Meer nicht häufig antrifft.

Am nächsten Tag warten wir bis zum Nachmittag auf ein Abflauen des Windes. Dann segeln wir unter günstigen Bedingungen durch den engen Kanal Kirke, der aufgrund seiner schwierigen Tidenströme und zahlreichen Untiefen gefürchtet ist. Bis zu acht Knoten Geschwindigkeit soll der Strom zeitweise an der engsten Stelle erreichen. Und wir müssen ohne Motor durch diesen Kanal hindurch.

Wir stehen zum Glück genau rechtzeitig zum Kippen der Strömung vor der Einfahrt zur gefährlichsten Stellen. Auch ist von achtern ein Fischerboot aufgekommen, dass zeitgleich mit uns durch die Enge fahren will. Wir stellen eine Leinenverbindung her, damit sie uns im schlimmsten Fall kurz schleppen können, falls uns im falschen Moment der Wind ausgeht. Aber bei leicht mitlaufenden Strom segeln wir nur mit der Genua hindurch und in den Kanal Valdes hinein. Dort angekommen setzt bereits die Dämmerung ein und wir beschließen, die Nacht hindurch zu segeln. Die Stimmung ist unheimlich, da wir fast ohne Wind treiben, ab und an aber von links und von rechts Fallböen die Steilhänge herunterjagen, die weiße Gischtwände aufwirbeln. Wir treiben regelmäßig ohne Wind und sehen plötzlich von hinten fliegende Gischt auf uns zubrausen.

Im Golfo Almirante Montt angekommen hoffen wir auf eine laue Nacht und ruhiges Segeln. Schließlich ist der Himmel wolkenlos. Aber gegen zehn Uhr abends setzt ein Nordwestwind ein, der sich im Laufe der Nacht zum Sturm entwickelt. Wir werden in wilder Jagd über den Golf getrieben. Kurz nach Mitternacht bergen wir alle Segel und werfen zum ersten Mal unseren Treibanker aus. Zu groß ist unsere Angst, vom Sturm auf das Ostufer des Golfes geworfen zu werden. Auch so laufen wir noch mit 2,5 Knoten über Grund. Wir zählen die Stunden bis zum Morgen. Gegen vier Uhr erreichen wir die Einfahrt zum Canal Senoret, der uns nach Puerto Natales führt. Der Wind hat auf sieben Windstärken abgenommen und erlaubt uns, wieder das Vorsegel auszurollen und schräg gegen den Wind nach Norden zu segeln. Aus der Ferne machen wir die Lichter von Natales deutlich aus und erkennen auch die Ankerlichter einiger Yachten am Westufer. Sie zu erreichen kostet uns noch zahlreiche Wendemanöver, bis wir schließlich zwischen zwei Booten zum Stehen kommen und mit letztem Schwung beide Anker und dreißig Meter Kette in das flache Wasser werfen. Dann nur noch ins Bett ...

... zwei Stunden später scheint die Sonne und es klopft an der Bordwand. Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht: wir sind zum Waffelessen auf das benachbarte Boot aus Alaska eingeladen. Vorher müssen wir aber noch Landleinen ausbringen. Am Vortag wurden zwei Schiffe trotz schwerer Anker vom Wind durch den Kanal gezerrt.

 

 

11. Januar: Zu Gast auf der Capitan Olivier

Die Crew der Capitan Olivier versucht, uns aufzumuntern. Sie laden uns ein, einen Tag auf ihrem Schiff zu verbringen und weitere Gletscher zu besuchen. Sie wollen Messungen vornehmen und Proben von Muscheln sammeln, die für die Erforschung der gefährlichen Krankheit Marea Roja von Nutzen sind. Diese Krankheit wird von Muscheln übertragen und hat bei Menschen und Tieren zu vielen Todesopfern geführt. Seit Ausbruch der Epidemie sind Teile des für die Region wichtigen Fischfangs zum Stillstand verdammt.

Wir vertäuen unsere Miepke am folgenden Tag sicher zwischen den Felsen und brausen mit der Capitan Olivier davon. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, unser Schiff in der Einsamkeit zurückzulassen. Aber so erleben wir einen aufregenden Tag und lernen viel über Flora und Fauna Patagoniens und über das harte Leben der Fischer in diesen ungastlichen Gewässern. Die Capitan Olivier stammt aus Puerto Natales, der nächstgelegenen Siedlung, die sich etwa zwei hundert Kilometer südöstlich befindet. Skipper Pedro empfiehlt uns, dorthin zu segeln, um die Reparatur vorzunehmen. Wir sind noch unentschlossen. Schließlich würde das ein Umweg von rund fünf hundert Kilometern bedeuten. Aber die Weiterfahrt durch die Kanäle ohne Motor ist undenkbar. Wir könnten stattdessen in den Pazifik hinaussegeln. Aber zur jetzigen Jahreszeit toben dort die Stürme und die Strömung setzt in Richtung Kap Hoorn. Nicht umsonst wählt man den mühseligen Weg durch die Kanäle. Wir sind immernoch ratlos.



10. Januar: Schiffsschraube vor Gletscherwand verloren!

Wir machen einen Abstecher in den Estrecho Peel hinein, um uns den Gletscher Amalia anzuschauen. Das bedeutet, dass wir in eine Sackgasse hineinsegeln, an deren Ende sich die Gletscherwand auftürmt. Bereits Meilen vor dem Gletscher kommen uns vereinzlnt Eisschollen entgegen. Wir stehen an Deck und beobachteten genau das Wasser vor unserem Bug, da vor allem kleinere Eisblöcke nur schwer auszumachen sind. Eine Kollision bei mehreren Knoten Fahrt wäre fatal. Kurz vor erreichen des Gletschers wird das Treibeis so dicht, dass wir die Segel bergen, um uns unter Motor weiter heranzutasten. Beim Einlegen des Ganges bleibt der übliche Vortrieb allerdings aus. Wir vermuten Algen in der Schraube und geben mehrmals kräftig Gas ... ohne Erfolg. Das Schiff bewegt sich nicht von der Stelle! Schleunigst setzen wir wieder die Segel und kreuzen den Weg zurück aus der Sackgasse. Zum Glück bei nur mäßigem Wind. Nach ca. fünfzehn Kilometern öffnet sich am Nordufer des Estrecho Peel eine breite Bucht, die uns zum Ankern unter Segeln geeignet erscheint. Unter vielen Wenden nähern wir uns dem Inneren der Bucht und loten den Grund aus. Zeitgleich mit uns läuft ein Fischerboot in die Bucht ein und schnappt sich den besten Platz vor unserer Nase. Aber dafür bieten sie uns an, bei ihnen längsseits festzumachen - zu dem Zeitpunkt wissen sie noch nicht, dass wir unter Segel bei ihnen anlegen werden. Aber das klappt zum Glück ohne Probleme.

Wir schildern der Besatzung des Fischerbootes unser Problem und sie bieten sofort an, dass ihr Taucher einen Blick auf unseren Antrieb wirft. Das Angebot schlagen wir natürlich nicht aus, da unser Sport-Neoprenanzug mit einer Stärke von 4 mm nicht wirklich geeignet ist, um im eiskalten Wasser zu tauchen. Die Chilenen nutzen Anzüge von 12 mm Dicke und mehr. Der Taucher ist auch nur wenige Sekunden im Wasser, da es nicht viel zu begutachten gibt: unsere Schraube ist wieder weg! Samt Befestigungsvorrichtung! Wir sind schockiert. Wie sollen wir die verbleibenden tausend Kilometer bis Puerto Montt gegen Wind und Strom ohne Motor bestreiten? Zwar haben wir seit Puerto Williams unseren Motor nur vereinzlnt eingesetzt, aber der Motor als Unterstützung der Anlegemanöver und als Reserve bei Sturm ist unverzichtbar. Wir sind ratlos.



06. Januar: Segeln im Kanal Smith und im Kanal Sarmiento

Auch im Kanal Smith macht uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung. Bei mäßigen Winden kreuzen wir einige Tage lang zwischen unzähligen Inseln den Kanal hinauf. Von den 4000 mm Regen im Jahr in diesem Gebiet bekommen wir zum Glück nichts zu spüren.

Später geht es dann über den Paso Victoria in den Kanal Sarmiento hinein. Hier wir das Segeln schon deutlich anstrengender. Zum Teil machen wir sechs bis sieben Knoten Fahrt durch das Wasser kreuz und quer durch den Kanal, kommen aber nur mit weniger als zwei Knoten effektiv gegen Strom und Wind an. Dafür folgt ein Wendemanöver dem nächsten zwischen den Engen Berghängen. Meistens sind wir beide draußen und fahren die Manöver. Wir sehnen uns nach den gemütlichen Segeltagen vor der Küste Brasiliens. Dort brauchte man keine Gesichtsmasken und keine Skibrillen.


 


05. Januar: Besuch des Leuchtturms auf der Isla Fairway

Wir haben das große Glück, die Insel Fairway anlaufen zu können. Nur bei ruhiger See kann man den Felsen am Ende der Magellanstraße anlaufen. Riesige LKW-Reifen hängen an den Klippen, um das alle vier Monate kommende Versorgungsschiff vor dem Zerschellen zu schützen. Ganz vorsichtig nähern wir uns an und klettern über die Reifen hoch. Per Funk haben wir angfragt, ob wir die Insel betreten dürfen. Das hat zu viel Wirbel geführt: auf der Insel lebt für ein Jahr ein Marineangehöriger mit seiner Frau und seinen drei Töchtern. Er hat nur zwanizig Minuten Zeit, um sich nach vermutlich Monaten erstmalig wieder die Uniform zu zwängen. Zwischenzeitlich wirft seine Frau schnell den Staubsauger an. Die drei kleinen Mädchen sind vor Aufregung ganz sprachlos. Aber alle fünf bereiten uns ein tolles Willkommen. Wir werden über die Insel geführt und erfahren, wie die Familie ihr Leben in der Abgeschiedenheit gestaltet. Auch besteigen wir den Leuchtturm, was beinahe ein böses Ende nimmt, da Andreas von der schweren Dachluke fast von der Leiter gefegt wird.

Wir revanchieren uns bei unseren neuen Freunden, indem wir sie auf Kaffee und Kuchen auf unser Schiff einladen. Das Wetter spielt weiterhin prächtig mit und es gelingt uns, alle heil über die Klippen zu uns an Bord zu bringen. Wir erfahren, dass die Familie seit fast einem Jahr darauf wartet, dass endlich eine der vorbeifahrenden Yachten einmal anhält, um sie zu besuchen. Ihr Jahr auf der Insel ist nahezu vorüber und kurz vor Schluss hat sie nun doch noch eine Yacht besucht. 

 


04. Januar: Kaiserwetter in der Magellanstraße

Die Magellanstraße empfängt uns zunächst sehr unfreundlich: wir setzen bei Nacht über zum Nordufer. Leider bei hohem Seegang und üblem Westwind. Einige Wellen waschen das Deck und uns gleich mit. Schiffen mit Steuerstand geschützt unter Deck entgeht so ein Spaß regelmäßig. Pünktlich zum Ankern kurz nach Mitternacht versteckt sich auch noch der Mond, sodaß wir uns in pechschwarzer Nacht langsam gegen sieben Windstärken in eine Bucht vortasten. Wir können das Ufer nicht sehen, hören aber das Grollen der Brandung vor uns. Zum Glück haben wir GPS und einen empfohlenen Wegpunkt - der sicht am nächsten Tag als falsch herausstellt! Wir werfen den Anker in vier Meter tiefes, schwarzes Wasser. Wären wir zwanzig Meter weiter gefahren, so hätten wir uns den Anker sparen können und gleich neben dem Boot auf den Strand springen können. Aber das sehen wir erst am nächsten Morgen.

Ganz anders zeigt sich die Magellanstraße am folgenden Tag: wir düsen sie bei seitlichem Wind mit Spitzengeschwindigkeit entlang nach Westen. Und dazu strahlender Sonnenschein. Wale, Pinguine, Delfine und Seelöwen begleiten uns dabei. Hier scheint normalerweise nicht viel los zu sein. Sonst wären wir für die vielen Tiere hier nicht so eine spannende Attraktion.

Die Magellanstraße beschert und auch eine angenehme Segelnacht. Zum Anbruch der Dämmerung erreichen wir bei Flaute unter Motor die westliche Ausfahrt und Umschiffen bei spiegelglatter See die Insel Tamar. Häufig müssen Yachten tagelang auf passendes Wetter warten, um dieses Stück zu durchqueren.

 


02. Januar: Navigation in den Kanälen

Das Segeln in den Patagonischen Kanälen hat seine Besonderheiten. Der Wind bläst fast immer aus Nordwesten, d.h. bei unserer Fahrt nach Norden so gut wie immer von vorne. Er wird durch die steilen Berghänge zusätzlich verstärkt und erreicht fast jeden Tage zumindest für einige Minuten Sturmstärke. Hinzu kommt in vielen Kanälen eine latente Strömung, die nach Süden setzt. Aber der Weg durch die Kanäle ist trotzdem besser als das Aufkreuzen draußen auf dem Pazifik, wo die See hoch geht und die Westwinde und die Strömung jedes Schiff wieder in den Atlantik zurücktreiben wollen.

Leider ist es uns nicht gelungen, die chilenischen Seekarten in unser Navigationsprogramm zu integrieren. So zeigt der Computer jetzt häufig an, dass wir gerade mit dem Schiff über die Berge marschieren. Da bleiben uns lediglich die Papierkarten, die man nur mit einer Lupe lesen kann.



31. Dezember: Wir begrüßen das Neue Jahr!

Die Silvesternacht verbringen wir im Puerto Atracadero. Es handelt sich dabei nicht um einen Hafen im üblichen Sinne, sondern lediglich um eine weitere einsame Bucht. Allerdings fährt während unseres zweitägigen Aufenhaltes dort ein chilenisches Versorgungsschiff vorbei. Das kontaktieren wir prompt über UKW, damit unsere Position an die chilenische Marine weitergeleitet wird. Denn regelmäßige Positionsmeldungen sind für Yachen in Patagonien Pflicht.

Das neue Jahr beginnen wir nach einem langen, stürmischen Segeltag mit einem Festessen. Am letzten Tag des Jahres haben wir kurz den Pazifik begrüßt, der seine gewaltigen Wellen in die Bucht Desolada gedrückt hat, die wir heute durchquert haben. Jetzt hängen wir sicher an drei Leinen, die um starke Bäume am Ufer geschlungen sind. Umso ärgerlicher wäre es, wenn die Chilenen jetzt einen Hubschrauber schicken, nur weil wir zum Jahreswechsel eine feuerrote Rakete in den Himmel schießen.



 

28. Dezember: Einsame Schönheit von Patagonien

Gemeinsam mit der ANNA_F laufen wir aus dem Seno Pia aus. Für den Abend sind wir nur 25 Seemeilen weiter westlich auf der Insel Darwin verabredet. Aber wir schaffen es nicht bis dorthin. Der Westwind setzt mit voller Wucht ein und wir kreuzen auf der Stelle, ohne Strecke nach Westen zu machen. Die ANNA_F hat ungefähr eine Seemeile Vorsprung und stampft unter Motor gegen Strom, Wind und Welle an. Wir werden sie so schnell nicht wiedersehen. Über Funk werden wir noch einige Tage in Kontakt bleiben, und dann erfahren wir nur noch von vorbeifahrenden Schiffen ab und an ihre Position.

Unfreiwillig suchen wir Schutz in der Caleta Julia. Mit drei langen Leinen sichern wir unser Boot gegen die Fallwinde. Danach erkunden wir die einsame Landschaft und genießen die phantastische Aussicht. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, zu wissen, dass sich weit und breit außer uns keine Menschenseele befindet. Aber das Gefühl wird uns während der kommenden Woche begleiten.



 


26. Dezember: Unbeschreibliche Gletscherwelt

Bis in den Beaglekanal reichen die Gletscher. Ihre blaue Farbe ist vielleicht einmalig in der Natur und hebt sich scharf von den Felswänden, Kanälen und Schneefeldern ab. Wir segeln in den Seno Pia hinein, um den Gletscher Pia aus nächster Nähe erleben zu können. Unser Schiff parken wir auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht. Dort überlassen wir es den lokalen Parkplatzwächtern - einer Bande neugieriger Delfine. Mit dem Dinghi tuckern wir abends die letzte Seemeile zur Gletscherwand. Ehrfürchtig nähern wir uns der Eiswelt und steuern unser Gummiboot vorsichtig durch das Treibeis an den Fuß der Wand heran. Dort verharren wir aber nur für ein paar Photos, da uns das Knacken und Ächtzen des Gletschers nicht geheuer ist. Wenn der Gletscher in diesem Moment kalben sollte, so würde die Flutwelle unser Dinghi gefährden. Auch können jeden Moment die gefährlichen Fallwinde, die Williwaws einsetzen, die mit Macht und Eiseskälte den Gletscher herunterpfeifen würden. Also bleiben wir lieber nicht zu lange.


 

24. Dezember: Weihnachten in der Caleta Olla

Die idyllische Caleta Olla haben wir uns für das Weihnachtsfest ausgesucht. Sie liegt unmittelbar am Nordwestarm des Beaglekanals und bietet wunderbar Schutz gegen die steifen Westwinde. Allerdings muss man "rückwärts anlegen", d.h. nach dem Werfen des Ankers Heckleinen an Bäumen am Ufer festmachen. Wir legen so zum ersten Mal an und sind dementsprechnd nervös. Während Nana mit Hilfe der Maschine das Schiff auf der Stelle hält, rudere ich mit den starken Leinen im Dinghi ans Land und wähle passende Bäume aus. Nach erfolgreichem Manöver dümpelt unser Heck im Windschatten nahe am Strand, und am Bug pfeift bereits der Wind, der über die Baumwipfel streicht.

Wir verbringen phantastische Tage in dieser schönen Bucht. Das insbesondere dank der Gesellschaft unserer polnischen Freunde von dem Schiff ANNA_F. Wir haben mit ihnen bereits in Puerto Williams ausgemacht, dass wir gemeinsam Weihnachten feiern wollen. Wir verbringen die Tage mit Wanderungen zu dem nahgelegenen Gletscher und zu versteckten Wasserfällen, und die Abende am Lagerfeuer am Strand vor unseren Schiffen. Und Heiligabend feiern wir gemeinsam bei uns an Bord. Eine solche Party hat es in dieser Bucht bestimmt noch nie gegeben! Und am ersten Weihnachtstag geht das Feiern weiter an Bord der ANNA_F.



 

20. Dezember: Caleta Ferrari

Die abenteuerliche Reise durch das einsame Patagonien beginnt. Ab jetzt werden wir vermutlich jeden Kontakt an den Fingern abzählen können. Aus dem westlichen Teil des Beagleskanals biegen wir in die Bahia Yendegaya ein, wo wir nach einigen Seemeilen in der Bucht mit dem interessaten Namen Caleta Ferrari unseren Anker werfen. Beziehungsweise unsere zwei Anker, die wir beide an der 10 mm Ankerkette anschäkeln. Denn wir trauen dem Grund der hiesigen Känale nicht sehr. Häufig ist er steinig oder komplett mit den gefürchteten Grünalgen überwuchert. Also werfen wir bei den Ankermanövern regelmäßig zwischen 100 und 130 Kilogramm Eisen über Bord. Die wollen natürlich später wieder mühsam an Deck gezogen werden. Vielleicht hätten wir doch unsere manuelle Ankerwinch durch eine elektrische ersetzen sollen ...?

In der Caleta Ferrari treffen wir auf Marcel, einem Belgier, der sich in die Landschaft hier so sehr verliebt hat, dass er beschlossen hat, auf der kleinen Farm zu arbeiten. Er lädt uns prompt zu köstlichen Königskrabben ein. Farm und Umland gehören übrigens Douglas Tompkins, dem Erschaffer der Marken The North Face und Esprit. Er hat sein Modegeschäft veräußert und sein Vermögen unter anderem der Erhaltung der Natur Patagoniens gewidmet. Es ist gut, zu wissen, dass die wunderbare Landschaft, die wir hier vorfinden, von seiner Umweltstiftung bewahrt wird.





18. Dezember: Es geht los ...

Wir haben jede Ecke unseres Schiffes mit Lebensmitteln gefüllt; und unsere Dieselvorräte auf 340 Liter aufgestockt. Der Chilenischen Marine haben wir angegeben, dass wir für drei Monate unabhängig auskommen können. Aber hoffentlich wird es nicht so lange dauern, bis wir Puerto Montt, das ca. 1000 Meilen weiter nördlich liegt, erreichen werden.

Wir laufen bei bestem Wetter aus Puerto Williams aus und kreuzen gen Nordwesten - wieder den niedrigeren Breiten entgegen.



17. Dezember: Fröhliche Weihnachten

Ihr Lieben,

wir wünschen Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2012! Wir melden uns ab für die Fahrt durch die einsame Inselwelt von Chile. Etwa gegen Ende Februar planen wir, in Purto Montt anzukommen. Bis dahin alles, alles Gute, Nana & Andreas

 

Дорогие друзья, родные и близкие!

От всего сердца желаем всем счастливого Нового Года и прекрасных Рождественских праздников!

Мы же планируем отпраздновать наступающие праздники в Патагонских каналах (Чиле), в мире необитаемых островов, далеко от цивилизации и в полном одиночестве. Около двух месяцев будет длиться наш путь до Порта Монт и прежде чем у нас снова будет доступ к интернету.

Всего Вам хорошего и доброго, Нана и Андреас


 

Dezember: Bunkern für die Kanäle & Besuch von Martin

Wir bereiten uns auf die Weiterfahrt vor. Unmengen an Einkäufe verschwinden in den unzähligen Fächern und Ecken. Für drei bis vier Monate haben wir bestimmt Lebensmittel an Bord. Vielen Dank an Martin, der uns für einige Tage besuchen kommt, und uns bei all den Erledigungen tatkräftig unterstützt. Mit ihm besuchen wir auch die Felsen und Inselchen vor Ushuaia, wo wir die unzähligen Seelöwen und Kormorane beobachten.



11. Dezember: Rennen im Beagle-Kanal

Wir sind wieder im Beagle-Kanal und stürmen nach Westen. 5-6 Windstärken mit Böen bis 7 blasen uns entgegen. Und wir haben bei weitem zu viel Segel gesetzt. Aber es ist eine Frage der Ehre, eine auch nach Westen segelnde 17-Meter Yacht in unserem Heckwasser zu lassen. Diese hat im gestrigen Sturm ihre Genua verloren, was uns den entscheidenden Vorteil bringt. Es ist die gleiche Yacht, die nur wenige Tage zuvor mit ihren dreißig Tonnen Stahl versucht hat, uns an der Hafenmole zu zerquetschen. Der lakonische Kommentar, wir hätten ja selber Schuld, uns mit einem Plastikboot nach Feuerland zu trauen, klingt uns noch in den Ohren. (Wir danken dieser Yacht für die tollen Photos!)

Wir rasen mit unserer Miepke wie damals mit dem 14-Footer auf dem Mittelmeer. In jeder Bö wird abgefallen und das Groß gefiert - wie auf einem Skiff. Es ist ein riesiger Spaß. Und gleichzeitig beschert uns die rasche Fahrt einen ruhigen Abend in Puerto Williams. Zwei weitere Boote, die in ca. drei Stunden Abstand folgen, erliegen dem starken Westwind und flüchten zu geschützen Ankerplätzen.

Man beachte den Kopf des Pinguins auf obigen Bild in der unteren, rechten Ecke!   :-)

 

 

09. Dezember: Dem Teufel ein Ohr absegeln

Heute ist der große Tag. Für heute steht die Umrundung des Kap Hoorns, des Monuments der Seefahrt an. In aller Frühe verlassen wir den Schutz der Wollaston-Inseln und nehmen Kurs auf die Isla Hornos. Die Umsegelung ihrer Südspitze, des Kap Hoorns, wird wohl den südlichsten Punkt unserer gesamten Reise markieren. Wir sind gespannt, was uns dort erwarten wird. Entgegen der Regel erleben wir einen leichten Ostwind. Vom gestrigen Tage ist allerdings noch eine gewaltige Dünung aus der Drake-Passage übrig. Wenn wir in die Wellentäler abtauchen, verschwinden die Inseln und Felsen im Norden jedesmal. Gerade als wir genau südlich des Kaps stehen, reisst der Himmel auf und strahlender Sonnenschein begrüßt uns. Wir denken: jetzt oder nie! Das Großsegel rauscht herunter und der Bergeschlauch des Parasailors in die Höhe. Wenige Sekunden später öffnen sich die 105 Quadratmeter Segelfläche mit einem lauten Knall. Unser Boot macht einen Satz nach vorne und stürmt direkt auf das Kap zu. Hinter unserem Heck passiert gerade in diesem Augenblick ein Antarktis-Segler, dessen Besatzung die Kameras auf uns hält. Nur dank dieses glücklichen Zufalls entstehen diese einmaligen Photos. Vermutlich die ersten, die von einer Etap und einem Parasailor so vor dem berühmten Kap aufgenommen werden.

Etwa zwei Stunden später erlaubt uns das Wetter auch noch, die Caleta Leones anzulaufen. Nana setzt kurz zum Kliff über, um den Leuchtturm und die dort lebende Familie zu besuchen. Andreas dreht zwischenzeitlich seine Runden in der Bucht und lässt sich von freien Fall des Barometers faszinieren. Aber noch bevor der Sturm wieder einsetzt, verlassen wir das Kap. Die Umrundung ist geschafft und entsprechend erleichtert und stolz sind wir.

Die phantastischen Bilder werden wir versuchen, zu vermarkten, gegen Spenden für unseren Verein 'The Right to Water e.v.'



01. Dezember: Weihnachtszeit ...

Auch bei uns an Bord hat die Weihnachtszeit begonnen. Die schneebedeckten Berge um uns herum bieten dafür eine tolle Kulisse.

Wir wünschen allen eine ruhige und besinnliche Vorweihnachtszeit!



29. November: Trockenfallen am Steg

Der scharfe Ritt durch die Meeresenge Le Maire hat vermutlich seinen Preis gehabt: wir entdecken in unserem Sail-Drive-Getriebe statt honigfarbigem Öl eine graue, milchige Brühe! Es müssen einige Tropfen Seewasser in den Antrieb gelangt sein. Nur leider hängt das Getriebe hinter unserem Kiel unterhalb der Rumpfschale. Eine Reparatur ist nur von außen, d.h. nur von unten möglich. Und in Ushuaia besteht derzeit keine Möglichkeit, das Schiff aus dem Wasser zu heben. Wir müssen das Springniedrigwasser nutzen, um uns für kurze Zeit am Steg trockenfallen zu lassen - was wir übrigens mit unserem vergleichsweise kurzen Kiel nicht nur sehr ungern, sondern auch zum ersten Mal machen. Nach banger Vorbereitungs- und Wartezeit ist es endlich soweit: doppelt und dreifach am Steg vertäut steht unsere Miepke nach und nach im Freien.Vom Dinghi aus zwängen wir uns unter den Rumpf und öffnen den Sail-Drive. Die Achsen und Übersetzungen zeigen zum Glück noch keine Anzeichen von Verschleiß oder Korrosion aufgrund ungenügender Schmierung. Wir wechseln die Simmerringe und Dichtungen, die wir als Ersatzteil an Bord mitführen. Allerdings ist es ein nervenaufreibendes Rennen gegen die Zeit, da das eiskalte Wasser schon bald wieder zu steigen beginnt. Umso erleichterter sind wir am Abend, als das Hochwasser und wieder zum Schwimmen bringt und wir mit reparierten Sail-Drive und eigener Kraft wieder ablegen können. Bleibt zu hoffen, dass das Problem damit behoben ist.


11. November: Die sogenannten "Schreienden Fünfziger" zeigen Zähne

Ein gewaltiges Tiefdruckgebiet schiebt sich durch die Drake Passage, die Enge zwischen der Antarktis und der Südspitze der amerikansichen Landmassen. Drei Tage Strum stehen uns bevor. Zum Glück am sicheren Liegeplatz mit kräftigen Leinen vertäut.



09. November: Ankunft in Ushuaia

Wir haben es geschafft! Mittags machen wir an dem robusten Steg des Segelclubs von Ushuaia fest. Die Anspannung der langen Überfahrt in dieses anspruchsvolle Revier fällt von uns ab. Wir sind das erste Boot der Saison. Überhaupt nehmen jährlich nur wenige Segelschiffe diesen Weg. Umso herzlicher fällt das Willkommen in diesem südlichsten Segelverein der Welt aus.



08. November: Bahia Cambaceres

Wir gönnen uns eine Pause in der einsamen Bucht Cambaceres. Die verwinkelte Einfahrt führt uns in eine bestens geschützte Lagune. Wann hierher wohl das letzte Mal ein Schiff seinen Weg gefunden hat? Wir liegen zwei Tage vor Anker und lassen die Ruhe und Abgeschiedenheit auf uns wirken. Die Weiterfahrt fällt uns schwer. Nicht nur wegen der berüchtigten Braunalgen, die sich mit Vorliebe in Ankern, Schrauben und Ruderblätter verfangen.



07. November: Im Beagle Kanal

Wir haben uns diesen Kanal am Ende der Welt als etwas ganz besonderes vorgestellt - und wurden dennoch überrascht: Die Landschaft ist umwerfend! Schneebedeckte Berge, saftig grüne Hügelketten, verträumte Inseln, Buchten, Winkel ... Wir kommen aus dem Stauen nicht mehr hinaus. Die Delfine weisen uns den Weg. Morgens um fünf beobachten wir die Magellan-Pinguine bei ihrer Frühstücksrunde. Und immer wieder öffnen sich neue Perspektive auf die Gipfel im Hintergrund.


06. November: Le Maire Strait

Eine Woche lang lassen wir uns vom Nordwind Breitengrad um Breitengrad nach Süden blasen. Zwischenzeitlich müssen wir dabei unsere erste ausgeprägte Kaltfront mit stürmischen Winden aus Südwest abwettern. Sorgfältig planen wir unsere Annäherung an die gefürchtete Meerenge Le Maire. Dort verursachen die Kap Hoorn-Strömung und starker Tidenstrom gefährliche Wirbel und gewaltige stehende Wellen. Bereits nördlich der Einfahrt spüren wir die chaotische Kreuzsee. Pünktlich zum Einsetzen des Ebbstromes fahren wir in die Meeresenge ein und lassen uns bei leichtem Rückenwind von der drei Knoten starken Strömung nach Süden ziehen.

Es wäre eine wunderbare Passage geworden, wenn sich nicht auf halben Wege plötzlich der Himmel zugezogen hätte und ein Regenschauer stürmische Böen ... aus Süden (!) gebracht hätte. Mit einem Mal setzte der starke Strom gegen die sich schnell bildenden neuen Wellen aus dem Süden, die dementsprechend steil waren. "Erlebe nie Strom entgegen der Welle im Strait Le Maire!", so heißt es in allen Ratgebern. Wir bergen alle Segel und halten unseren Bug mit Hilfe des Motors gegen die sich brechenden Wellen. Es erinnert sehr an das Wellenspringen beim Baden am Strand von Westerland. Nur ist es viel unheimlicher.

Zwei Stunden müssen wir in dieser Hexenküche ausharren. Danach flaut das Unwetter ab und wir nehmen langsam Fahrt auf in Richtung des Beagle Kanals. Unsere Miepke hat einmal mehr bewiesen, wie robust sie ist.


31. Oktober: Abschied vom Golfo Nuevo

Leider müssen wir den Golfo Nuevo sehr schnell wieder verlassen: es kündigt sich Starkwind aus Nordosten an, und unsere Ankerbucht ist zu der Richtung hin offen. Gerne würden wir umziehen in die gegenüberliegende Ecke des Golfes, ca. 50 km weiter östlich. Aber der dortige Teil ist für Segler gesperrt, um die Wale zu schützen. Dort dürfen nur laute einheimische Motorboote mit Heerscharen von zahlenden Touristen herumjagen.

Bevor uns die Eskorte von Delfinen aus dem Golf heruasbegleitet, werden wir auch von den Walen noch gebührend verabschiedet. Ein letztes Winken mit der Flosse.

Bis zum nächsten Mal!


29. Oktober: Golfo Nuevo & Peninsula Valdes

Wir laufen in den traumhaften Golfo Nuevo ein - ein Naturschutzgebiet sondergleichen. Bereits kurz hinter der Einfahrt begrüßt uns der erste Wal lautstark. Andere begleiten uns bis an unseren Ankerplatz. So wie man andernorts vom Boot aus Enten füttern kann, streunen hier riesige Wale um die Boote. Und ein Tagesausflug im Auto führt uns auf die wunderschöne Halbinsel Valdes. Dort bestauen wir See-Elefanten, Seelöwen, Magellan-Pinguine, Gürteltiere und zahllose Vögel. Wir sind überwältigt!


23. Oktober: Kollision auf offenem Meer

Das Unwahrscheinliche ist eingetroffen: in tiefschwarzer Nacht kollidieren wir auf hoher See hundert Seemeilen südlich von Mar del Plata mit einem Hindernis. Das laute Krachen im Vorschiff wird von einem schweren Schlag auf Mast und Rigg begleitet, als unser Schiff aus voller Fahrt plötzlich zum Stehen gebracht wird. Zum Glück gibt es keinen Wassereinbruch. Wir hängen uns mit einer starken Lampe über den Bugkorb, um von außen eventuelle Schäden am Bug zu sehen. Aber auch dort nichts. Die im Bugbereich besonders starke Rumpfschale hat den Schlag gut abgefangen. Vielleicht hat uns aber auch die Knautschzone des Unfallgegners gerettet: die hiesigen Südkaper-Wale wiegen bis zu achtzig Tonnen und sind gut gepolstert. Vermutlich ist er bei dem Zusammenprall nicht einmal aufgewacht.



16. Oktober: Mar del Plata
Drei windige Tage bringen uns nach Mar del Plata. Wir freuen uns, wieder auf unserer Miepke unterwegs zu sein. Allerdings hätten es nicht gleich sechs Windstärken von Vorne sein müssen. In der Hafeneinfahrt von Mar del Plata werden wir von Seebären und tatsächlich auch einem Wal begrüßt.


 

9. Oktober: Rückkehr
In Buenos Aires erwartet uns unsere Miepke in bester Verfassung und auslaufklar. Unsere Nachbarn von der Polarwind überraschen uns mit einem nachträglichen Geburtstagkuchen für Nana. Wir fühlen uns gleich wieder zu Hause.



8. Oktober: Moskau!

Unsere Rückreise führt über Moskau, wo wir gerne zwei Tage verweilen, um die Luft dieser aufregenden Stadt zu atmen. Opernbesuch, Rockkonzert und anschließendes Nachtleben von Moskau bilden einen tollen Abschluss unseres Abstechers nach Russland!


 

 

   4. Oktober: Unser Verein hilft einem Kinderheim in Ischewsk

Auch die Industriestadt Ischewsk präsentiert viel Fortschritt. Aber es werden wohl noch viele Jahre vergehen, bevor die Verbesserung der Lebensbedinungen alle erreicht. Wir besuchen ein Kinderheim, dass leider mit sehr schmalen Budget achtzig Kindern ein Zuhause bieten möchten. Wir sind erschreckt über die karge Ausstattung der Zimmer und Aufenthaltsräume. Es fehlt an vielem. Wir möchten das diesjährige Restbudget unseres Vereins verwenden, um zu helfen: wir lassen von einem lokalen Möbelbauer zwölf bunte Tische anfertigen, an dem die Kinder spielen und lernen können. Zwei Tische steuert das Möbelhaus ТРИО МЕБЕЛЬ noch als eigene Spenden hinzu, wofür wir sehr dankbar sind. Unser Wunsch ist es, damit etwas mehr Farbe in das Leben dieser Kinder zu bringen. Igor, Nanas Schwager und unser Koordinater vor Ort, wird sich weiterhin daranmachen, dass Kinderheim ans Internet anzuschließen. Denn bisher haben die Kinder keinen Zugang.

Wir hoffen, auch diese Aktion ist im Sinne unserer Förderer und wir bedanken  uns sehr für ihre Unterstützung. Und natürlich würden wir uns rieisg über weitere Spender und neue Mitgliedschaften freuen! Detals auf unserer Vereinsseite www.therighttowater.org.


3. Oktober: Zu Besuch bei Nanas Tante

Eine Reise nach Ischewsk wäre nicht komplett ohne einen Besuch bei Nanas Tante Gela. Mit ihr kann man wunderbar feiern und Spaß haben. Sie ist übrigens eine der wenigen, die die Auszeichnung "Held der Arbeit der Sowjet Union" trägt. Erworben hat sie ihn durch ihren lebenslangen Einsatz in den Fabriken von Ischewsk. Den letzten Orden, den sie uns Stolz präsentiert, hat sie erst kürzlich von Michail Kalaschnikow persönlich angesteckt bekommen.



27.-29. September: Jekaterinburg

Mit dem Zug reisen wir im Schlafwagen hinter das Uralgebirge nach Jekaterinburg. Die schöne Stadt am Fluss Isset wurde im 18. Jahrhundert als Schmiede für Russland  gegründet. Seitdem durchlebt die Stadt eine bewegte Geschichte. Wir erfahren sie als moderne Stadt mit viel Perspektive. Hier thront Lenin auf riesigem Sockel, und eine Straße weiter tanzt Michael Jackson aus Bronze. Letzterer bekommt übrigens täglich frische Blumen gebracht.

Durch Jekaterinburg verläuft die imaginäre Grenze zwischen Europa und Asien, d.h. wir sind bereits für wenige Stunden in Asien.


24.-27. September: Ufa

Von Ischwesk aus nehmen wir den Bus nach Ufa. Mit der zwölf-stündigen Fahrt verlassen wir die Teilrepublik Udmurtien und gelangen in die Hauptstadt von Baschkortastan. Ufa zeigt viele Parallelen zu Ischewsk und wir nehmen uns einen Tag Zeit, um die Stadt kennenzulernen. Dann geht es für drei wunderbare Tage in das südliche Uralgebirge zum Reiten und Wandern. Nur eine weitere Reisende begleitet uns zu der abgelegenen Farm, wo sich gleich drei Führer ausgezeichnet um uns kümmern. Uns bietet sich nicht nur eine phantastische Landschaft, sondern es stehen uns auch siebzig Pferde zur Verfügung, um auszureiten. Bei bestem Wetter geht es hinaus in die Natur. Daraus wird stets ein großer Familienausflug, da wir Stuten reiten, die gerne von ihrem Nachwuchs begleitet werden.




17. September: Taufe in Ischewsk

Heute findet in der schönen Sankt-Michaels-Kathedrale von Ischewsk die Taufe statt. Der beeinruckende Bau wurde erst vor wenigen Jahren wiedererrichtet. Nanas Neffe wird nach russisch-orthodoxem Brauch getauft und er meistert die Prozedur sehr gelassen. Auch die frisch gebackene Patentante machte ihre Sache ausgezeichnet, was im Anschluss von allen kräftig gefeiert wird.


09. September: Ein kleiner Umweg ueber Russland ...

Waere es wirklich eine Weltreise, wenn wir nicht auch das groesste Land besuchen wuerden? Nana soll Patentante von ihrem juengst geborenen Neffen werden. Wir nutzen die Gelegenheit fuer einen ausgedehnten Besuch bei Ihrer Familie in Ischewsk (ca. 1200 km oestlich von Moskau) und bereisen mehrere Republiken von Russland - vor und hinter dem Uralgebirge. D.h., wir werfen schon einmal einen Blick nach Asien ...

 

02. September: Wir feiern unseren Jahrestag ...

Vor genau einem Jahr sind wir früh morgens in Wedel aufgebrochen und die Elbe hinuntergesegelt. Wir feiern unseren Jahrestag gebührend und blicken auf zwölf Monate voller phantastischer Abenteuer und Eindrücke zurück. Was für ein Jahr!





28. August: Esteros del Iberá

Von Iguazu aus geht es weiter zu den Sümpfen Esteros del Iberá, dem zweitgrössten Feuchtgebiet Südamerikas. Hier erwartet uns eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt. Zu Fuss, zu Pferd und mit dem Boot erkunden wir das Gebiet und erleben Krokodile, Riesenschlangen, Wasserschweine, Sumpfhirsche, Affen und eine Vielzahl von Vögeln aus nächster Nähe. Das Ökosystem der Sümpfe scheint in einem sehr ausgewogenen Zustand zu sein und wir hoffen, dass es so bewahrt werden kann. Denn Schlangen, Krokodile und Wasserschweine liefern leider von Argentiniern immernoch begehrtes Leder.












25. August: Die Wasserfälle von Iguazu

Man sollte nicht Argentinien besuchen, ohne einen Abstecher zu den berühmten Wasserfällen von Iguazu zu unternehmen. Am Dreiländereck von Brasilien, Paraguay und Argentinien stürzt sich der Fluss Iguazu in die Tiefe und bildet den breitesten Wasserfall der Welt. Wir erleben hautnah ein beeindruckendes Schauspiel - zusammen mit Nicole, die uns auch hier in Argentinien besucht, und Frank von der Segelyacht Resolute.




20. August: Testfahrten vor Buenos Aires

Um alle Neuheiten vom Boot gründlich zu testen, unternehmen wir Segelausflüge im Delta des Lujan und vor dem Hafen von Buenos Aires. Bei frischen Winden muss sich die Ausrüstung beweisen und wir sind sehr zufrieden mit unserem Boot. So sollten wir auch ein paar Windstärken mehr gut überstehen.




01. August: Unser Ankergeschirr für Patagonien liegt bereit

In Vorbereitung auf das Festmachen in den Patagonischen Kanälen haben wir unsere Anker und Tauwerk gründlich überholt. Die gefürchteten Williwaws - orkanartige Fallböen - sind eine Spezialität von Feuerland, die schon manches Schiff auf die Felsen geworfen haben. Andere Segler haben berichtet, dass sogar ihr lediglich ankerndes Schiff von so einer Bö einmal flach auf das Wasser gedrückt wurde.

Wir werden dort unten stets zwei Anker an unserer 70 m langen Kette auswerfen. Damit uns dabei die Ankerwinsch nicht aus dem Deck gerissen wird, haben wir aus mehreren Stahlprofilen eine Abstützung gebaut. Und da selbst das nicht ausreichen wird, halten wir auf dem Vorschiff auf Trommeln zwei Leinen bereit: Nylon 22mm (70 m) und Nylon 16 mm (100 m). Deren Enden müssen wir nach dem Ankern schnell an Land rudern, um sie dort an Felsen oder Bäumen zu befestigen. Bei dem Manöver muss dann alles klappen.



31. Juli: Es lebe Argentinien!

Wir leben zwar nicht wie Gott in Frankreich, aber dafür wie Seeleute in Argentinien!



20. Juli:

Heute beginnt ein neues Leben und zwei Äuglein erblicken das Licht der Welt! Nanas Schwester bringt einen Sohn zur Welt. Wir begrüßen unseren kleinen Neffen und sind überglücklich! Unsere herzlichen Glückwünsche an den Kleinen, die Eltern und an allen Verwandten und Freunde!

20-е июля:

Сегодня начинается новая жизнь, сегодня появился на свет маленький Человечек! Сестрёнка Наны родила сына. Мы приветствуем нашего маленького племянника и мы очень счасливы! Наши самые сердечные поздравления малышу, родителям и всем родственникам и друзьям!




08. Juli: wieder in Argentinien
 
Wir überqueren erneut zu Fuß die Grenze zwischen Bolivien und Argentinien und gelanden in das kleine Grenzstädtchen La Quiaca. Wir genießen erstmalig wieder einen echten Milchkaffee, möchten aber so schnell wie möglich weiter nach Buenos Aires - nach Hause! Leider wird aus der für 24 Stunden angesetzten Busreise eine Fahrt von über 32 Stunden, da der Bus unterwegs kaputtgeht. Als wir nach Mitternacht an Bord eintreffen, freuen wir uns sehr, wieder auf unserem Schiffchen zu sein!




04. Juli: Potosi, die Silberstadt
 
In Potosi, der geheimnisvollen Silberstadt, bleiben wir fünf Tage, da wir hier das Schulmaterial bestellen. Wir nutzen die Zeit und besichtigen die Silbermienen, in den schon seit 500 Jahren gebuddelt wird. Eine Zeitlang kam jede zweite Silbermünze in Europa aus dieser Stadt. Heute arbeiten hier noch ca. 180 Kleinbertiebe. Die Arbeitsbedingungen sind erschreckend. Die Stollen sind eng, die Luft zum Teil über vierzig Grad heiß und voll von toxischen Gasen. Wer hier arbeitet, wird nicht alt. Jährlich sterben viele Arbeiter an Lungenerkrankungen. Oder durch Unfälle aufgrund der fehlenden Sicherheitsbestimmungen. Auf unsere Frage hin, wie die vielen Sprengungen koordiniert und gesichert werden, bekommen wir als lapidare Antwort, das zur Sicherheit prinzipiell nur "nachmittags" gesprengt wird. Kaum waren wir gegen elf Uhr die ersten Meter in die Minie hineingekrochen, als auch schon eine Ladung hochging und der ganze Stollen unter der Wucht zitterte - zusammen mit dem plötzlich bleich gewordenen Bergmann, der uns begleitete.

Auch wir tragen Dynamit und in Diesel getränktes Ammoniumnitrat im Rucksack mit. Es sind populäre Geschenke für die Minenarbeiter, die wir über Tage problemlos im Do-it-yourself-Laden für Bergarbeiter kaufen konnten. Zusammen mit dem 96%-igen Industriealkohol und den Coca-Blättern, die das Pausenbrot in der Minie darstellen.

Besonders traurig stimmt uns, dass wir auch viele Kinder sehen, die in der Mine arbeiten.




01. Juli: Unser Verein hilft einer Grundschule in Südbolivien

Heute schreiben wir aus Potosi, aus der Mitte Boliviens. Potosi ist eine vergleichsweise grosse Stadt, die uns erlaubt, ein Projekt fuer unseren Verein zu realisieren. Und zwar haben wir im Süden Boliviens eine Grundschule in einem sehr armen Dorf besucht.
Dieser Schule fehlt es an vielem und wir möchten gerne helfen. Wir haben dem Dorflehrer versprochen, Bücher und Material beizusteuern. Die Kinder sollen möglichst viel lernen, um ihr Leben und ihre Umwelt besser zu gestalten. Damit sie nicht in Kinderarbeit abrutschen und unwissend am Raubbau ihrer Natur teilnehmen.

Zwischenzeitlich haben wir im Namen des Vereins The Right to Water e.V. rund hundert Schulbücher sowie umfangreiches Mal- und Bastelmaterial eingekauft. Dies ist natürlich nur aufgrund der Unterstützung aller Vereinsmitglieder moeglich. Über neue Mitgliedschaften und Spenden freuen wir uns sehr.

Hier geht es zur Vereinsseite.


27. Juni: Salar de Uyuni


Wir fahren nach Uyuni und besuchen den größten Salzsee. Uns empfängt eine Landschaft, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben. Selbst das Hotel, in dem wir übernachten, wurde komplett aus Salz gebaut. Sogar die Möblierung samt Betten besteht aus Salz.









Mit einem 4x4 bereisen wir vier Tage lang die Berglandschaften Boliviens

Von Tupiza aus fahren wir im Jeep nach Nordwesten in das karge und doch so bezaubernde Hochland. Noch nie haben wir solche Ausblicke genossen. Über Hunderte von Kilometern führen lediglich Sandpisten durch die wilde Landschaft. Wir sehen aktive Vulkane, speiende Geysiere, warme Thermalquellen, rote und gruene Lagunen und vieles mehr. Noch nie zuvor sind wir auf einer Höhe von 5000 Metern gewesen. Die Fauna im Hochland beeindruckt uns durch ihre Zähigkeit. Wir bannen alles auf Unmengen von phantastischen Fotos, z.B. die recht zutraulichen Flamingos.


23. Juni: Drei Tage zu Pferd unterwegs ...

Von dem schönen Ort Tupiza aus unternehmen wir eine kleine Reise zu Pferd durch den Süden von Bolivien. Drei Tage lang reiten wir zusammen mit unserem Begleiter Marcelo durch eindrucksvolle Landschaft: imposante Täler und Schluchten, weite Felder und Pampas. Dabei geht es wirklich über Stock und Stein, durch Wasserläufe und über Gräben. Unsere drei Pferde bewähren sich prächtig und erlauben so manchen schnellen Galopp. Wir besuchen einige abgelegene Dörfer und lernen das Leben der Bolivianer aus nächster Nähe kennen. 



20. Juni: in Bolivien angekommen

Vor ungefähr einer Stunde haben wir zu Fuss die Grenze nach Bolivien überschritten. Heute Nachmittag werden wir nach Tupiza weiterreisen, um von dort aus das bolivianische Hochland zu erkunden. Insbesondere der grosse Salzsee bei Uyuni lockt uns an. Da wir bereits in Nordargentinien Geschmack am Reiten bekommen haben, werden wir vielleicht auch von dort Ausritte planen. 

  

Salta, Cachi, Purmamarca, Humahuaca....

Salta ist der Liebling aller Argentinier, die wir bisher getroffen haben. Wir wollen wissen warum das so ist und fahren in diese Stadt. Dort begegnen wir nicht nur die prachtvolle Architektur aus der Kolonialzeit, sondern auch 3000 Gauchos (Hirte), die auf deren Pferden aus den Bergen in die Stadt geritten sind. Dafür haben sie teilweise eine Woche gebraucht. An dem Wochenende werden die Gauchos bei der "Fiesta Patrimonial" von den Saltenhos gefeiert! Gefeiert werden auch die Inseln Malvinas (Falklandinseln (UK)), die angeblich Argentinien gehören würden...

Wir unternehmen mehrere Ausflüge in die Nationalparks, erleben wunderschöne Berglandschaften mit der spektakulären Farbpalette, besuchen kleine traditionelle Örtchen...



Weiter geht es durch die Weinregion Cafayate und Nationalpark: "Parque nacional de las conchas"

Cafayate ist vor allem durch seine leckere Weißweine Torrontes bekannt, aber auch die Rotweine erhalten seinen besonderen Charakter durch die hoch gelegenen Weinberge. Wir besuchen mehrere Kellereien (eine davon heißt "Nani":)), genießen die lebhafte Stimmung der Stadt, besichtigen den faszinierenden Parque nacional de las conchas. 

09. Juni: unsere Reise durch das Landesinnere Argentiniens beginnt in Cordoba

Wir brechen mit einem Nachtbus "Cama con Servicios" (was bedeuten Schlafbus mit Bedienung) nach Cordoba auf. Wir werden mit dem Gläschen Sekt am Board des Buses begrüßt. Danach geht es weiter mit dem drei- Gänge- Menü und Wein aus Mendoza. Die Reise beginnt also hervorragend!

Nach dem Erkunden der Kolonialstadt Cordoba bereisen wir die Umgebung, wandern, reiten und grillen in den Bergen.

11. Juni – Interview mit Stratley online: Raus aus dem Job, rein ins Boot.

"Ein Segelboot besteigen, den Anker lichten und einfach losfahren. Für viele Menschen ist das ein Traum. Unser Berater Andreas Wester hat sich diesen lang gehegten Traum erfüllt. Zusammen mit seiner Partnerin umsegelt er die Welt – drei Jahre lang.
Stratley unterstützt ihn dabei in jeder Hinsicht."

So beginnt die Beschreibung unserer Reise auf der Homepage der Firma Stratley. Wir sind sehr dankbar fuer die tolle Unterstuetzung, die wir von Stratley erhalten. In Gedanken reisen alle Kollegen mit um die Welt.

Zum kompletten Interview geht es hier.



11. Mai... San Fernando: Vorbereitungen für Patagonien

San Fernando hat eine lange Tradition als Werftstandort zur Überholung von Schiffen nach der Atlantikquerung. Hier findet man alles, was der Schiffsbauer begehrt. Wir nutzen die gute Infrastruktur, um die vielen kleinen und großen Arbeiten zu erledigen, die sich seit der Abfahrt von den Kanaren angesammelt haben. Und insbesondere treffen wir Vorbereitungen für die harten Bedingungen weiter südlich am Kap. Dort muss alles funktionieren und halten ...





11. Mai... San Fernando: Club de Veleros Barlovento

Wir sind in das Delta des Rio Plata hineingefahren und liegen mittlerweile wunderbar geschützt im Segelclub Veleros Barlovento in San Fernando, d.h. etwas nördlich vom Zentrum von Buenos Aires. Hier kann man getrost die Tiefdruckgebiete des Südwinters passieren lassen. Wir genießen die herbstliche Stimmung und unser Schiff erholt sich etwas vom Salzwasser des Atlantiks. Die Gastfreundschaft des Clubs ist unübertroffen: am vergangenen Samstag gab es extra eine Party zu Ehren der ausländischen Gäste! So herzlich wurden wir noch nirgendwo empfangen.

03. Mai10. Mai in Buenos Aires:

Die Stadt des Tangos, des Fußballs und der Steaks empfängt uns sehr freundlich: wir genießen die Gastfreundschaft des Yachtclubs Argentina, der in Madera, dem jüngsten und zentrumsnahen Stadtteil von Buenos Aires, beheimatet ist. Hier haben die alten Backsteinspeicher ein neues Gesicht bekommen. Überall sind - ähnlich der Speicherstadt von Hamburg - noble Büro- und Wohnhäuser entstanden. Hier liegt der perfekte Ausgangspunkt für das Sightseeing. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Buenos Aires ist eine Mischung vieler schöner Städte Europas mit einem zusätzlichen starken eigenen Charakter. Überall wird man mit Leckereien verführt. Die Steaks sind einfach unübertrefflich!   

Nach einer Woche intensiver Stadtbesichtigung verlegen wir unsere Miepke zwanzig Seemeilen weiter nach Norden nach San Fernando. Hier wollen wir die vielen aufgeschobenen Überholungsarbeiten und Kleinreparaturen durchführen. Außerdem möchten wir diverse Details optimieren, um für die Kälte und die Stürme im Süden am Kap gewappnet zu sein. Es gibt viel zu tun!

 

03 мая – 10 мая Буэнос Айрес:

Город танго, футбола и стейков очень приветливо встречает нас: мы наслаждаемся гостеприимством яхтклуба Аргентина, находящийся в одном из самых юных частей города Madera, в непосредственной близости с центром Буэнос Айреса. Здесь старые складовые здания из красного кирпича преобрели новые лица и за последние годы кругом выросли фешенебельные здания офисов и жилья, похоже на Гамбургский район портовых складов (нем. Speicherstadt). Здесь оптимальный исходный пункт для ознакомления с городом. Мы не перестаём удивляться. Буэнос Айрес- это смесь многих красивейших городов Европы с сильным своеобразным характером. На каждом углу мы поддаёмся искушению попробовать вкусности, предлагаемые в уютных кафе и ресторанчиках. Здешние стейки просто непревзойти!

После одной недели интенсивного ознакомления с городом, мы переходим в окружной городок Сан Фернандо, 20 морских милей на север. Здесь мы намерены провести  техническое обслуживание и небольшие ремонтные работы. Кроме того мы хотели бы  оптимировать и изменить некоторые технические детали, что бы быть хорошо подготовленными к холоду и бурям на южном мысе Южной Америки. У нас много работы!

 

 

 


26. April - 01. Mai  Montevideo,  Colonia:


30. April Sturm in Montevideo:

Bereits vor Sonnenaufgang des 30. Aprils gehen die ersten schweren Böen über den Yachthafen Buceo von Montevideo hinweg. Die Wolken hängen bis zum Boden. Es beginnt ein Sturm, der uns für die nächsten 24 Stunden beschäftigt hält. Der Wind drückt das Wasser in das Delta des Rio de la Plata und der Wasserstand im Hafen steigt dementsprechend rapide an. Die eigentlich imposante und hohe Mole vor unserem Schiff taucht immer tiefer ab und wird schon bald von jeder Welle überspült. Da wir direkt neben der Hafeneinfahrt auf dem 'Besucherparkplatz' an einer Boje hängen, laufen schon bald um unser Schiff herum die Brecher beängstigend hoch in den Hafen hinein. Wir liegen quasi mitten in der Brandung. Die armdicken Festmachertaue reißen am Bug und heizen sich durch die Reibung so sehr auf, dass wir sie jede Stunden umlegen müssen, damit sie nicht durchscheuern. Nur Glück, dass die Verankerung der Boje hält! Die Lotsenschiffe flüchten nach und nach alle in das Hafeninnere. Bald liegen wir alleine hinter der überspülten Boje und werden von jeder Welle auf die Seite geworfen.

Aber bereits am folgenden Morgen ist der Spuk vorbei und die Sonne lacht uns an, als ob nie etwas gewesen wäre. Und auch die Mole überragt wieder unseren Bug.



22. April Ankunft in Punta del Este:

Spät in der Nacht kommen wir in Punta del Este an. Ringsum toben Gewitter und der Himmel wird durch die vielen Blitze taghell erleuchtet. Wir runden die Hafenmole und machen schnell an einer der Bojen fest, als bereits das nächste Unwetter losbricht. Erschöpft und glücklich fallen wir in die Kojen. Die bisher anstrengenste Überfahrt ist beendet.

Am nächsten Morgen schauen wir verschlafen aus dem Fenster und trauen unseren Augen nicht: nicht nur ist der Gewitterspuk vorbei und die Sonne strahlt, nein, unser uruguayanische Nachbar im Bojenfeld liegt splitternackt auf der Badeplattform seines Schiffes und sonnt sich! Ein dicker, zufriedener Seebär!

 

22 апреля Прибытие в Пунта дель Есте (Punta del Este):

Поздно ночью мы прибываем в в Пунта дель Есте. Кругом гроза и небо светиться от многочисленных молний, штормит. Мы проплываем мимо портового волнореза и становимся быстро на буёк. Уставшие, измождённые, но счастливые мы падаем в наши койи. Самый тяжёлый до этого из всех переходов окончен и мы можем спать спокойно.

На следующее утро, заспанные, мы первым делом смотрим из окна нашей каюты и не верим своим глазам: наш Уругвайский сосед (и первый Уругваянец, которого мы встречаем) лежит совсем голый на своём корабле и загорает на солнце! Это толстенный, огроммный южноамериканский морской котик! Это зрелище нам доставляет огромную радость!



15. April - 22. April Überfahrt nach Uruguay:

Ein einwöchige Überfahrt von Florianopolis nach Punta del Este gibt einen Vorgeschmack auf das Segeln in den hohen südlichen Breiten: Unwetter, Starkwind, hohe See! Tagelang fahren wir nur mit der Fock - zum Teil setzen wir die Sturmfock. In einer Nacht zeigt unser Schiff, wie gut es Surfen kann: bei achterlichem Wind von 7-8 Bf geht es mit bis zu 9 Knoten die Wellen hinab. Der Preis dafür ist allerdings eine von der Fock durchgescheuerte Genua und ein glattweg gerissenes Stahlprofil unserer Windfahnensteuerung. Wir basteln uns provisorisch mit der Notpinne eine neue Selbststeuerung. Das Resultat bekommt zwar keinen Design-Preis, hält aber für die restlichen vierhundert Seemeilen.

 

15-е апреля - 22 Aапреля Переход в Уругвай:

Недельный переход из Флорианополис в Пунта дель Есте ( Punta del Este) даёт предвкушение на плавание в высоких южных широтах: непогода, сильные ветра, большие неспокойные волны! Почти всё время мы плывём только лишь с небольшим передним парусом (фок), а иногда даже и с штормовым парусом (ещё меньше, чем фок). В одну ночь наш корабль показывает, как он может кататься по волнам (сёрфинг): при заднем ветре силой в 7-8 Bf он мчиться со скоростью 9 узлов по волнам вниз. За это приходиться дорого платить: повреждённый парус и треснувший стальной профиль нашего управления парусного автопилота. Мы мастерим провизорное управление. Результат хоть и не получит приз за дизайн, но зато держиться до конца нашего перехода.


07. April - 15. April 2011 Überfahrt nach Florianopolis/ Florianopolis:

Am 7. April nehmen wir abends Kurs auf Florianopolis. Vor uns liegen 350 Seemeilen und wir sind froh, wieder unterwegs zu sein. Leider wird das Segeln zur Nervenprobe: Flaute, Flaute und noch einmal Flaute. Und zwischendurch Schauer mit plötzlichen Böen bis teilweise 30 Knoten Wind. Das ständigen Wechseln der Segel bringt viel Arbeit. Allerdings gibt es auch schöne Erlebnisse, wie springende Rochen oder den Besuch eine Albatrosenfamilie: Papa und Mama samt Nachwuchs. die uns mehrere Stunden begleiten. Ein unvergessliches Erlebnis! Und in einer rabenschwarzen Nacht mit unzähligen Gewittern flüchtet sich eine erschöpfte Fledermaus zu uns. Sie bleibt aber nicht lange und fliegt wieder in das Schwarze der Nacht.

In der Bucht von Jurarè von Florianopolis, wo wir an einer Böje festmachen, sehen wir die in Brasilien berühmte Yacht "AYSSO": das Schiff der brasilianischen Seglerfamilie Schürmann. Und das Familienoberhaupt ist persönlich an Bord.

Auf Florianopolis - die Insel der Reichen und Schönen - treffen wir Bekannte von unseren brasilianischen Freunden aus Sitges. Wir sind bei ihnen eingeladen und verbringen eine Nacht in "festen" Betten. Sie zeigen uns die "Insiderlokalitäten" der Insel und bescheren und eine tolle Zeit. Und für die Nächte der Überfahrten statten sie und noch mit einigen ihrer Dokumentarflme aus, die sie für das Brasilianische Fernsehen gedreht haben (sie ist Journalistin und er ist Kameramann). Wir danken Katja und Mauricio für ihre Gastfreundschaftlichkeit!

 

07-е апреля- 15-е апреля 20011 Переход в Флорианополис/ Флорианополис:

Вечером 7-го апреля мы берём курс на остров Флорианополис. Город с тем же именем на этом острове является столицей автономной земли Санта Катарина. Перед нами лежат 350 наут.милей. Мы рады, что мы снова в пути! К сожалению этот этап плавания становиться для нас нервным испытанием. Штиль, штиль и ещё раз штиль. Часто меняющие своё направление слабые ветры в перемешку с грозами, приносящие с собой ветер со скоростью до 30 узлов. Это означает- постоянная работа, 24 часа в сутки и всегда быть на чеку. Паруса то висят или бьются в разные стороны и их нужно убирать, то снова ветерок повеет- ставить паруса, то слишком много ветра- уменьшать площадь парусов и т.д. Это, конечно же, негативно сказывается на скорости нашего передвижения. Тем не менее, как всегда мы испытываем и радостные мгновения. Как, например, из воды прыгающие скаты или же одна семья альбвтросов- мама, папа и птенец, которые часа 2-3 сопровождают наш корабль. Это незабывающие эмоции! В чёрную от туч ночь, нас посещяет летучая мышь. Но она недолго гостит у нас и улетает снова в темень ночи. Мы видим радугу через весь океан!

В бухте Jurarè острова Флорианополис, где мы становимся на буйёк, мы видим очень известную Бразильскую парусную яхту "AYSSO", т.е. яхту, принадлежащую одному очень известному Бразильскому яхтсмену Шюрману, дважды совершившего кругосветное плавание. Позже мы его встречаем на его яхте.

На Флорианополисе- на острове богатых и красивых, мы втречаемся с друзьями наших Бразильских друзей из Барселоны. Мы приглашены в их дом, где мы проводим одну ночь в некачающихся кроватях. С ними мы ознакамливаемся с Insider местами и ресторанами. При прощании они нам сообщают, что теперь мы можем быть уверены, что мы ознакомились с этим островом. Они нам тоже дарят несколько документальных фильмов на двд, которые они сняли для телевидения, где они работают (она- репортёр, он- оператор). Мы благодарим Катю и Маурицио от всего сердца за из гостеприимство.



03. April – 07. April 2011 Ilha Grande:

Bei grauem, ungemütlichem Regenwetter verlassen wir am Sonntagabend Rio de Janeiro. Wir werden im offenem Wasser von den Wellen begrüsst und gleich ordentlich durchgeschaukelt. Die leuchtende und fliegende Christusfigur können wir noch Stunden nach dem Verlassen seiner Stadt ausmachen.

Am nächsten Vormittag sind wir schon auf der Ilha Grande ("Große Insel") angekommen. Wir gehen in einer Bucht vor Anker. Das Wasser ist grün, drum herum Regenwald und außer uns nur noch drei weitere Segelyachten und eine erstaunliche Stille. Man hört nur das Leben aus dem Regenwald. Willkommen auf der Insel der Piraten (im 18. Jh.) und der Sträflinge! Dank des Gefängnissitzes von 1903-1994 für die politischen Gefangenen und andere Unerwünschte ist diese Insel fast unangetastet geblieben und so ist ein ursprüngliches Naturreservat erhalten geblieben. Heute ist 87% der Fläche geschützt. Autos und Strassen gibt es hier nicht: die Insel ist nur über den Bootsverkehr erschlossen. Die meisten Wanderwege, die es auf der Insel gibt, stammen noch aus der Indianerzeiten und führen durch das Dickicht des Regenwaldes. Das gibt uns den Anlass einige Wanderungen zu unternehmen. Bei einer der Wanderungen entdecken wir leider einen gestrandeten toten Buckelwal. Leider kann ihm niemand mehr helfen und die unzähligen Vögel machen sich über ihn her. Was der Grund seiner Strandung war, wissen wir nicht. Es verursacht ein trauriges Gefühl, neben dem riesigen, reglosen Körper zu stehen.

 

Bei einem anderen Ausflug entdecken wir mitten im Waldeinen Aquädukt von 1873. Wir treffen auf wilde kleine Äffchen. Und an dem Wasserfall Cachoeira Feiticeira lernen wir eine sehr nette Familie aus Indien kennen, die gerade eine halbjährige Entdeckungsreise durch Südamerika unternehmen. Mit ihnen machen wir einen Abstecher mit unserem Schiffchen in eine der Nachbarbuchten. Dort verbringen wir den restlichen Tag beim Schnorcheln und gemeinsamen Kochen. Da sie in Indien Filmemacher sind (in Bollywood), schenken sie uns für unser Entertainmentprogramm zum Abschied eine DVD mit ihrem letzten Film. Eine Komödie mit dem Titel "Barah Aana". Der Rückweg bei der raabenschwarzen Nacht ist abenteuerlich. Überall sind kleine Inseln, Untiefen, Felsen, Sandbänke und es ist so dunkel, dass wir kaum etwas sehen können. Wir tasten uns vorsichtig dank unserer elektronischen Navigationsgeräte voran.

 

Wir wechseln fast jeden Tag den Ankerplatz, um möglichst viel von der Insel zu sehen und zu erleben. In der Bucht Lagoa Azul treffen wir beim Schnorcheln auf eine Wasserschildkröte - unser Höhepunkt auf der Ilha Grande. Bei der Abfahrt haben wir das Gefühl, nicht nur von dieser fantastischen Insel, sondern von Sommer und Wärme insgesamt vorerst Abschied zu nehmen. Weiter im Süden wir es sehr schnell kalt und winterlich werden.

 

03-е апреля – 07-е апреля 2011 Ilha Grande (Большой остров):

В ненастный, серый, дождливый воскресный вечер мы отчаливаем из Рио де Жанейро. В открытом океане нас ожидают неспокойные волны, которые нас порядочно перетрясывают. Летающая над своим городом фигура Христа ещё долго светится на горизонте.

На следующий день мы уже на острове Ilha Grande. Мы бросаем якорь в одной из бухт этого острова: вода тюркизного цвета, вокруг джунгли, кроме нас здесь ещё три другие парусные яхты и тишина. Слышаться только лишь звуки обитателей джунглей. Добро пожаловать на острове пиратов (18-го века) и заключённых! Благодаря тюрьме, находящейся на острове c 1903- 1994гг. для политических заключённых и "нежелаемых" граждан (наркоманов и проституток), этот остров остался практически нетронутым и сохранил свой изначальный природный резервуар. Сегодня 87% территории стоит под охраной окружающей среды. Здесь совсем нет ни машин ни дорог, существует только лишь один транспортный вид- водный: лодки и катера, связывающие остров с материком. Большинство тропинок, ведущих через густые джунгли острова, ещё со времён индейцев. Это нам даёт повод на многочисленные походы по острову.

При одном из походов, на одном из наикрасивейших пляжей к сожалению мы обнаруживаем тушу умершего Горбатого кита. К сожалению, мы ему уже ничем не можем помочь. Многочисленное колличество чёрных птиц клюют его тело. Что же стало причиной его смерти? Этот вопрос останеться для нас открытым.

Конечно же, мы переживаем и более радостные экскурсии. Мы находим посреди джунглей акведукт из 1873 года, наблюдаем за дикими маленькими обезьянками, ползающими по леанам и прыгающими с дерева на дерево. У одного романтического водопада Cachoeira Feiticeira мы знакомимся с очень симпатичной семьёй из Индии (мама, папа, сын). Они путешевствуют с рюкзаками по Американским континентам и намерены за полгода их объехать. Мы приглашаем их на прогулку на нашей яхте в соседнюю бухту. Там мы проводим остаток дня со шноркелем, а вечером мы вместе готовим ужин.

В Индии они работаю в кинопродукции: он кинорежиссёр, она дизайнер по костюмам и интерьерам. Они дарят нам двд со свим последним фильмом- комедией, который называется "Barah Aana". Мы возвращвемся уже ночью. Посреди джунглей так темно, что уже практически ничего не видно на протяжении 10-ти метров. Обратный путь- самое настоящее приключение, т.к. вокруг маленькие острова, глыбы в воде, песочные косы. Мы навигируем в слепую, только лишь при помощи електронной навигации.

Каждый день мы меняем бухты, где мы становимся под якорь, что бы как можно интенсивнее за короткий срок ознакомиться с островом. В бухте Lagoa Azul при шноркеле мы видим не только прекрасный пёстрый подводный мир с кораллами и рыбками, но и встречаем водную черепаху. Эта встреча становиться самым впечатляющим событием на этом острове, да и пожалуй в Бразилии!

Пришло время расставаться и с этим райским местечком на земле. Здесь мы прощаемся не только с островом, но и с летом, т.к. чем дальше мы на юг будем плыть, тем холоднее будет. Кроме того, на южном континенте начинается зима.





4. April 2011 - The Right to Water e.V.

Die Arbeit im Rahmen unseres gemeinnützigen Vereins 'The Right to Water e.V.' geht mit dem ersten konkreten Projekt gut voran. Wir haben den Verein noch vor unserer Abfahrt im Herbst mit vielen gleichgesinnten Freunden gegründet. Unser Ziel ist es, an der Umsetzung des neuen Menschenrechtes, jedem Menschen Zugang zu sauberen Trinkwasser zu gewähren, mitzuwirken. Wir starten diese Tage mit der Unterstützung der Organisation AMREF bei einem Projekt an Schulen im Osten Tansanias. Alle Hintergründe stehen auf unserer Vereinsseite www.therighttowater.org.

Natürlich freuen wir uns über jedes neue Mitglied, das unsere Arbeit mit einem Jahresbeitrag von 30 EUR oder einer Spende unterstützt.




18. März – 24. März 2011 Porto Seguro, Vitoria:

Heute müssen wir drei (Nana, Nicole und Mariano) kurzzeitig Abschied von Andreas und Miepke nehmen, denn von Tinhare aus fahren wir mit der Fähre und dem Bus über Porto Seguro nach Vitoria, während Andreas alleine dorthin segelt. In Vitoria treffen wir uns alle wieder. Nana steigt um auf das Schiffchen und segelt mit Andreas nach Rio de Janeiro, während Nicole und Mariano den Bus nehmen.

 

18-е марта – 24-е марта 2011 Порт Сегуро, Витория (Porto Seguro, Vitoria):

Сегодня мы в троём (Нана, Николь и Мариано) прощаемся на короткое время с Андреасом и с Мипке. Так как от Тинаре мы едем на катере и далее на автобусе через Валенса, Порто Сегуро в Виторию, между тем, как Андреас продолжает путь на Мипке один. Мы встречаемся в городе Витория. Там Нана пересаживается снова на корабль и от туда она с Андреасом продолжают свой путь в Рио де Жанейро по воде, а Николь и Мариано едут на автобусе дальше.


 

 

14. März – 18. März 2011 Insel Tinharè oder Morro de Sao Paulo:

Drei unvergessliche, erlebnisvolle und erholsame Tage verbringen wir auf dieser Trauminsel. Diese Insel ist nur über den Wasserweg erreichbar. Sie ist fast autofrei: nur wenige haben eine Lizenz für ein Fahrzeug. Es gibt zwei oder drei tranktorartige Busse und wenige Taxifahrer. Privatautos gibt es nicht.

Wir kommen bei der Abendsonne in dem Flussdelta an und werfen den Anker. Links von uns die urwaldartige Vegetation der Insel, rechts Sandbänke und dahinter der rote Abendhimmel über der Palmensilhouette des Festlandes. Wir haben das Gefühl, im Paradies angekommen zu sein.

Am nächsten Tag erkunden wir den Ort Morro de Sao Paulo und die nahe liegenden Strände der Insel. Dafür müssen wir zuerst durch den Wald und teilweiser am Ufer des Flusses entlang wandern. Auf der Ozeanseite entdecken wir die schönen Strände mit Palmen, die leider aber recht überfüllt sind. Mit der Schnorchelausrüstung begutachten wir die Unterwasserwelt. Es gibt noch vereinzelnd Korallen und kleine bunte Fische.

Am zweiten Tag fahren wir mit einem Jeep über Sandpisten zu dem Strand Praia Garapuà, der sich in einer traumhaft schönen Bucht befindet, der Korallenriffe vorgelagert sind. Dies ist die schönste Bucht und der schönste Strand, die wir je gesehen haben. Die Einheimischen sind auch der Meinung, dass dieser Strand der schönste der ganzen Insel ist. Da dieser Ort nicht mit öffentlichen Mitteln erschlossen ist, gibt es dort nur wenige Menschen. Wir genießen die Einsamkeit und die Schönheit der Natur, schwimmen und schnorcheln. Und die wilde Fahrt mit dem Jeep ist ein wahres Abenteuer!

Am dritten Tag besuchen wir mit unserem Dingi die nahe liegenden Dörfer und die Sandbänke. Auf den letzteren sind wir ganz alleine und erklären sie als von uns entdecktes Land J. Leider kommen nur eine halbe Stunde später mindestens fünf Boote voll mit Touristen und unsere Illusion ist schnell verflogen. Schnell flüchten wir mit dem Dingi und entdecken dabei einen sehr schönen Uferabschnitt, an dem wir erneut eine Pause einlegen. Kurz darauf kommen von den Bäumen die neugierigen kleinen Äffchen herunter und lassen sich aus der Hand mit Bananen füttern. Auf dem Rückweg zur Miepke sehen wir noch Flussdelphine. Leider sind sie schneller als wir, so dass gemeinsames Schwimmen mit ihnen nicht möglich ist.

14-е марта- 18-е марта 2011 Остров Тинаре или же Морро де Сао Пауло (Ilha Tinharè oder Morro de Sao Paulo):

Три незабываемых и содействующих отдыху дня, богатых пережитыми впечатлениями и событиями, проводим мы на этом райском острове. На него можно лишь попасть по водному пути, например, на катере. На нём совсем нет частных машин и только лишь немногие имеют лицензию на вождение транспортом. На всём острове только лишь имеется несколько пассажирских тракторов с прицепами, которые служат, как автобусы и несколько такси- джипов.

Мы причаливаем при вечернем свете заходящего солнца в устье реки и бросаем якорь недалеко от берега. С левой стороны от нас джунглевые заросли острова, с правой стороны- песочные косы на фоне красного цвета неба заходящего солнца и пальмовые силуеты. У нас такое чувство, что мы оказались в рае.

На следующий день мы знакомимся с городком Морро де Сао Пауло с близлежащими пляжами острова. Тропинка ведёт через джунгли и в доль живописного берега устья реки. На океанской стороне острова мы обнаруживаем наикрасивейшие тропические пляжи с пальмами, которые к сожалению переполненные туристами. Со шноркелем мы рецензируем подводный мир. В некоторых местах ещё можно видеть кораллы и пёстрых рыбок, но к сожалению, мы обнаруживаем скорее всего коралловое кладбище. Многочисленный туризм 90-х годов разрушил волшебство и всё живое подводного мира. На сегодняшний день там более строгие контроли числа туристов и окружающей среды.

На второй день мы едем на джипе по песчанным дорогам, перекрещая речёнки, к пляжу Garapuà, который находиться в неописуемо красивой бухте, перед которой находяться коралловые рифы. Это самая красивая бухта и самый красивый пляж, который мы до этого когда-либо видели! Местные жители тоже придерживаются мнения, что это самая красивая бухта острова. Так как сюда не ходят автобусы, здесь живёт совсем маленькое колличество людей и туристов почти нет, а если и приезжают, то на небольших лодках и остаются там недолго, т.к. лодки их ждут у якоря, пока они искупаются и едут дальше. Мы наслаждаемся одиноким и диковинным характером этого пляжа и красотой природы, плаваем со шноркелем. К сожалению коралловые рифы лежат слишком далеко от берега и нам не удаётся преодолеть эту дистанцию своими силами.

На третий день мы делаем экскурсии на нашей резиновой лодке. Мы посещаем близлежащую деревеньку рыбаков, а затем и песчаные косы. На них мы совсем одни и провозглашаем их, как нами открытые земли, при этом мы воздвигаем наше знамя, которым служит Нанин платок . Спустя некоторое время как минимум пять лодок с туристами оккупируют наши песчанные территории и наши иллюзии быстро развеиваются.

Мы быстро садимся в нашу лодку и спасаемся бегством. При этом мы замечаем очень живописный отрезок берега напротив песчанных кос, где мы останавливаемся, что-бы по-ближе ознакомиься с местностью. Там нам посчастливилось заключить знакомство с дикими маленькими обезьянками, которые спускаются с деревьев, что-бы полакомиться бананами из наших рук.

На обратном пути к Мипке мы видим речных дельфинов. К сожалению они намного быстрее, чем мы и совместное плавание с ними нам приходиться отложить на будующее.



12. März – 14. März 2011 Insel Itaparica:

Wir segeln auf die Insel Itaparica, weil wir uns nach so viel Trubel der Großstadt Salvador und den intensiven Tagen im Nationalpark ein Paar ruhige Tage mit Schwimmen und Schnorcheln erhoffen. Itaparica ist eine idyllische und verschlafene Insel. Aber wir verspüren keine Liebe vom ersten Blick und wollen weiter segeln, um weitere Inseln zu erkunden.

 

12-е марта – 14-е марта 2011 Остров Итапарика:

Мы поднимаем паруса и плывём на остров Итапарика. После шуматохи и динамичности большого города Сальвадора и интенсивных дней, проведённых в национальном парке, мы надеемся на пару спокойных дней на острове, где мы хотим плавать со шноркелем и просто поваляться лениво на пляже, принимая холодные напитки, как например зелёный кокос. Итапарика заспанный идиллический островок. К сожалению, мы не испытываем любви с первого взгляда к этому острову, несмотря на её красоту и идиллию. Пробыв там всего лишь один с половиной дня, мы плывём дальше, что-бы ознакомиться с другими островами и местностями Бразилии.

 

 

09-е марта – 11-е марта 2011 Национальный парк Чапада Диамантина (Chapada Diamantina) / Ленсоис (Lençóis):

После 6-ти часовой езды на автобусе в заподное направление от побережья мы прибываем в национальный парк Чапада Диамантина. Маленький городок искателей диамантов (в прошлом), в котором мы останавливаемся на две ночи и который является стартовым пунктом для многочисленных походов по национальному парку, называется Ленсоис.

В первый день мы ознакамливаемся с городком и окружностью и принимаем ванны в натуральных бассейнах в реке Ленсоис. Там мы дивимся фантастической игре природы. Эта река содержит железо и от этого она цвета ржавого металла. В ней множество маленьких и по-больше водопадов, натуральных бассейнов, в каменном русле этой реки образовалось многожество канальчиков, натуральных каменных мостиков, подводных туннелей, через которые вода ищет свой путь и находит.

На второй день мы идём в поход по национальному парку, который длится с раннего утра до вечера. Мы едем на джипе к реке Mucugezinho. В доль этой реки мы добираемся по каменному руслу до водопада Poço do Diabo (Бассейн дьявола). Там мы привязываем себя к тросу ведущему от обрыва в Бассейн дьявола и от туда бросаемся вместе с водой в низ в дьявольские водоёмы. Душезахватывающее развлечение! Мы освежаемся в прохладной воде и едем на машине к сталактитовой пещере Gruta da Doce. Она 850м длиной и до 30м высотой. Эта пещера была долгое время родником. В ней на протяжении долгого времени образовались очень интересные и впечатляющие формы сталактитов.

Мы подкрепляемся силами в одном типичном ресторанчике и наша экскурсия продолжается. Теперь наш путь ведёт к голубой гроте (Gruta Azul). Цвет воды впечатляюще голубой и вода настолько прозрачная, что уже из далека можно видеть плавающих в ней рыбок.

В завершении мы едем к подножию гор Morro do Pai Inàcio, которые являются символом национального парка. С последними силами мы забираемся на вершину горы. Фантастический вид через национальный парк, который нам там открывается, награждает нас за все наши штрапации. Какое достойное завершение нашей сегодняшней экскурсии!

Вечером при пикнике на берегу реки Ленсоис мы "перерабатываем" все наши сегодняшние впечатления. Уставшие, мы кое как добираемся до гостиницы и спим, как убитые.

Ночью идёт сильный дождь, гроза. Река Ленсоис разлилась за ночь до такой степени, что она за одну только лишь ночь превратилась из романтической невинной речёнки в опасный, энергичный, рычащий поток воды. Такое сильное изменение образа реки и таким образом и города нас очень впечатляет.

Вечером на третий день нашего пребывания в национальном парке мы возвращаемся снова в Сальвадор.


07. März – 09. März 2011 Salvador:

Nach einer verspäteten Ankunft, sind letztendlich Nicole und Mariano in Salvador angekommen. Wir sind sehr glücklich darüber, Nicole wieder zu sehen und Mariano kennen zu lernen. Wir stürzen uns gemeinsam in das Karnevalsgetümmel von Salvador. Hier wird Karneval noch sehr authentisch gefeiert. Größer und bombastischer wird sonst nirgends in Brasilien gefeiert. 2005 wurde dieses Fest sogar als das Größte der Welt gekürt. Gigantische Umzugswagen (Trios Elètricos) mit gigantischen Boxen (die einem das Herz aus der Brust springen lassen) ziehen durch die Stadt und versetzen alle in eine Massenekstase. Die Stadt ist für eine Woche im Ausnahmezustand.

Wir feiern Karneval eher etwas ruhig: im historischen Zentrum, wo wir uns fast ausschließlich aufhalten, geht es etwas ruhiger zu. Durch die Strassen ziehen eher kleinere Trios Elètricos, bzw. die Menschen laufen in kleinen Grüppchen, begleitet von Blasorchestern und Trommeln. Überall sind Bühnen aufgebaut, wo Shows und Konzerte stattfinden. Die Stimmung ist sehr friedlich und fröhlich.

 

07-е марта- 09-е марта 20011 Сальвадор:

После запоздавшего перелёта, наконец-то долгожданные Николь и Мариано у нас на борту. Мы счастливы снова видеть Николь и рады познакомиться с Мариано. Мы совместно "бросаемся" в карнавальный хаос этого города! В Сальвадоре ещё очень аутентично празднуют карнавал. В 2005 году этот Сальвадорский праздник был признан самым большим праздником во всём мире. Гигантские наряженные грузовые машины (Trios Elètricos) снабжённые гигантскими усилителями (которые так и наровят вырвать сердце из груди) прокатываются через улицы города и приводят всех в массовый экстаз. Город превращяется на одну неделю в чрезвычайное положение.

Мы же празднуем карнавал несколько спокойней: в историческом центре, где мы практически всё время находимся, проходит этот праздник спокойней. Т.к. улочки в историческом центре узкие, здесь прокатываются небольшие Trios Elètricos, люди идут небольшими группами и их сопровождают миниоркестры. Везде построены небольшие сцены, на которых показывают шоу или же дают концерты. Атмосфера очень приветливая и дружелюбная.


 

 

 

 

10. März 2011/ Interview in Salvador

Die Hilfe durch den Karnevals-Call Center von Salvador bei der Anreise von Nicole wurde direkt in einem online-Beitrag verwertet. Vollständige Artikel unter: http://carnaval.bahia.com.br/noticias/velejadores-alemaes-descobrem-a-hospitalidade-baiana-em-pleno-carnaval/

 

20.  März 2011/ Veröffentlichung in SegelReporter.com:

http://segelreporter.com/2011/03/02/blauwasser-deutsches-langfahrt-paar-erkundet-st-peter-und-st-paul-inseln-mit-etap-38-miepke-im-atlantik/

 

09. März – 11. März 2011 Nationalpark Chapada Diamantina / Lençóis:

Nach sechs Stunden Busfahrt ins Landesinnere kommen wir in dem Nationalpark Chapada Diamantina an. Das kleine, niedliche Diamantensucherstädtchen, in der wir uns für zwei Nächte einquartieren, heißt Lençóis und ist ein Ausgangspunkt für alle Wanderungen und Ausflüge in den Nationalpark. An dem ersten Tag erkunden wir die Stadt und die Umgebung und baden in den Naturschwimmbecken im Rio Lençóis, wo wir ein fantastisches Naturschauspiel erleben. Dieser Fluss ist eisenhaltig und von daher rot gefärbt und bietet unzählige kleinere und größere Wasserfälle, Badebecken, der steinige Flussbett hat spannende Kanäle, Brücken, Gänge gebildet, wodurch das Wasser seinen Weg sucht und findet.

An dem zweiten Tag machen wir eine Ganztagestour durch den Nationalpark. Wir fahren mit dem Jeep zum Fluss Mucugezinho. Wir wandern auf dem steinigen Flussbett zu einem Wasserfall Poço do Diabo (Teufelspool). Dort lassen wir uns abseilen und stürzen mit dem Wasser von oben in den Teufelsbecken herunter. Was für ein Erlebnis und Nervenkitzel! Wir kühlen uns ab und dann geht es weiter mit dem Jeep in die Gruta da Doce, eine Tropfsteinhöhle. Sie ist 850m lang und bis 30m hoch. Die Grotte wurde lange Zeit als Süßwasserquelle genutzt. Dort haben sich im Laufe einer langen Zeit die beeindruckenden Gesteinformationen gebildet.

Danach sind wir erstmal erschöpft und machen eine Rast. Wir lassen uns mit den typischen brasilianischen Gerichten verwöhnen.

Nach der Pause geht es weiter zu der Gruta Azul. Die Farbe des Wassers ist beeindruckend blau und so klar, dass man schon vom Ufer die kleinen Fische sieht.

Anschließend fahren wir zu dem Fuße des Gebirges- Canyons und Wahrzeichens des Nationalparks Morro do Pai Inàcio. Wir wandern den Berg hoch und werden dort mit einem fantastischen Rundumblick auf den gesamten Nationalpark belohnt. Das ist ein würdiger Abschluss des Ausfluges.

Ab Abend picknicken wir am Fluss Lençóis und verarbeiten die gesammelten Eindrücke.

In der Nacht fällt so viel Regen, dass es am nächsten Tag fast nicht möglich ist, an dem Fluss entlang zu wandern, an dem wir die beiden anderen Tage so problemlos kreuz und quer laufen konnten. Die Veränderung, die durch den Regen entsteht, ist beeindruckend!

Am Nachmittag des dritten Tages geht es wieder nach Salvador zurück.

26. März – 03. April 2011 Rio de Janeiro:

Es gibt sehr viele sehr schöne Städte auf der ganzen Welt. Aber die Städte, die etwas ganz  besonderes sind, kann man sicherlich an den Fingern abzählen. Rio de Janeiro gehört zweifellos zu den ganz besonderen Städten!

Bei Tagesanbruch nähern wir uns der Stadt, die sich teils romantisch, teils bestimmt und radikal zwischen den Bergen, Buchten und Wäldern zeigt. Die Stadtsilhouette präsentiert sich zur Seeseite hin unbeschreiblich schön. Wir fahren zwischen dem Zuckerhut auf der einen Seite und der Burg auf der anderen Seite in die Bucht Botafogo ein. Der Berg mit der Christusstatue ist von überall her zu sehen. Der Christus scheint über der Stadt zu fliegen, besonderes dann, wenn sich die Spitze des Berges in den Wolken versteckt, aber darüber die Christusfigur immer noch zu sehen ist.

In Rio warten Nicole und Mariano schon auf uns. Wir verbringen mit beiden zusammen noch zwei unvergessliche Tage voller Eindrücke, bevor sie am 29.03. zurück nach Hause fliegen.

Wir verlegen unser Miepke von der Marina zu einem idyllischen Ankerplatz zwischen Rio und Niteroi. Dort verbringen wir noch ein paar ruhige Tage, lernen andere Segler aus Argentinien, Frankreich und Deutschland kennen, tauschen mit ihnen die Tipps für die Weiterreise aus.

Hier vor Anker besuchen uns die Eltern von unseren guten Freunden aus Sitges - Patricia und Lisaneas. Sie zeigen uns Rio de Janeiro aus einer ganz anderen Perspektive, nämlich mit den Augen der Einheimischen. Wir sind ihnen sehr dankbar für den interessanten und wunderschönen Ausflug und die gemeinsam verbrachte Zeit.

Wir möchten uns vom ganzen Herzen bei Patricia und Lisaneas bedanken. Sie begleiten unseren Brasilienaufenthalt aus der Ferne (sie leben derzeit in Shanghai), geben uns die besten Tipps, vermitteln uns ihre Freunde und sind sehr bemüht, dass unsere Reise durch Brasilien interessant und sicher verläuft.

Wir sind von der Herzlichkeit, Fröhlichkeit und Friedlichkeit der Brasilianer sehr angetan. Wir haben das Land lieb gewonnen und der Abschied wird uns sehr schwer fallen. Aber jetzt genießen wir noch die uns hier verbleibende Zeit und segeln heute Richtung Ilha Grande. Unser übernächstes Ziel wird die Insel Florionopolis sein, bevor wir dann nach Montevideo segeln.

 

26-е марта - 03-е апреля Рио де Жанейро:

Во всём мире существует очень много очень красивых городов. Но города, имеющие что-то особенное, незабываемое, можно перечислить по пальцам. Рио де Жанейро без сомнения относится к одному из таких городов!

При рассвете солнца мы приближаемся к городу, который порою романтично и гармонично, а порою и жёстко и радикально вписывается в богато одарённую природу: горы, бухты и леса. Силует города со стороны океана неописуемо красив. Мы проплываем между знаменитой Сахарной головой и крепостью, располагающейся на островке напротив, плывём через бухту Ботафого и останавливаемся в порту яхтклуба "Глория". Гора, на которой находиться фигура Христа, видна ото всюду. Кажеться, что Христос летает над городом, особенно тогда, когда вершина горы прячется в облаках, а Христос ещё виден, возвышаясь над ними.

В Рио нас уже ждут Николь и Мариано. Они два дня раньше приехали и уже начали ознакамливаться с достопримечательностями города. Мы проводим ещё два с половиной совместных,незабываемых, полных впечатлений и культурной программой дня, прежде чем они 29-го марта снова летят домой в Германию.

Мы переходим из порта в идиллическое местечко между Рио и Нетерой, где мы становимся под якоремем. Там мы проводим ещё пару спокойных дней, знакомимся с другими яхтсменами из Аргентины, Франции, Германии, меняемся с ними информацией и рекомендациями для дальнейшего плавания.

Здесь нас посещают родители наших хороших Бразильских друзей из Барселоны- Патриции и Лизаньес. Они показывают нам Рио де Жанейро с совсем другой перспективы, глазами местных жителей. Мы им очень благодарны за интересные экскурсии по городу и замечательное, совместно проведённое время!

Мы хотим от всего сердца поблагодарить Патрицию и Лизаньес. Они из далека (в данный момент они живут и работают в Шанхае) сопровождают нас во время всего нашего пребывания в Бразилии, дают нам самые лучшие рекомендации и заботяться о нашем интересном и безопасном пребывании в их стране- Бразилии.

Мы очень растроганы от дружелюбия, гостеприимства и приветливостью Бразильцев. Мы очень полюбили эту замечательную страну и прощание с ней будет очень тяжёлым. Но сейчас мы ещё наслаждаемся ещё оставшимся нам здесь временем и сегодня наше путешевствие продолжается по направлению к острову Ilha Grande (Большой остров). Затем нашей следующей целью будет остров Флорианополис, прежде чем мы отправимся в Монтевидео (Уругвай).


20.  März 2011/ Veröffentlichung in SegelReporter.com:

http://segelreporter.com/2011/03/02/blauwasser-deutsches-langfahrt-paar-erkundet-st-peter-und-st-paul-inseln-mit-etap-38-miepke-im-atlantik/


10. März 2011/ Interview in Salvador

Die Hilfe durch den Karnevals-Call Center von Salvador bei der Anreise von Nicole wurde direkt in einem online-Beitrag verwertet. Vollständige Artikel unter: http://carnaval.bahia.com.br/noticias/velejadores-alemaes-descobrem-a-hospitalidade-baiana-em-pleno-carnaval/

 

9. März 2011/ Besuch in Salvador de Bahia

Gestern Abend sind Nicole und Mariano nach etwas längerer Anreise (einen Tag wegen verpasstem Anschlussflug in Madrid festgesessen) in Salvador angekommen. Zusammen stürzen wir uns heute noch ein letztes Mal in den Karneval.

 

27. Februar 2011/ Salvador de Bahia

Am frühen Morgen kommen wir in Salvador an. Die Stadt gefällt uns auf Anhieb. Eine sehr lebhafte Stadt voller Geräusche, Gerüche und Farben! Überall hört man Musik und sieht tanzende Menschen. Es spielt keine Rolle, wie alt oder jung sie sind: alle tanzen und dass sehr ausdrucksstark. Hier wollen wir den Karneval miterleben. Wir freuen uns auf die Livemusik, die hier an jeder Ecke tags und nachts während des Karneval geboten wird.

 

27 февраля 2011/ Сальвадор

Рано утром мы причаливаем в Сальвадор. Город нам нравиться с первого взгляда. Очень оживлённый город, полон различных звуков, запахов, цветов! Ото всюду слышиться музыка, прамо на улицах везде можно наблюдать за танцующими людьми. И неважно юн или стар- танцуют все и причём очень даже неплохо. Мы очень рады, что будем свидетелями Сальвадорского карнавала, который характеризуется тем, что в эти дни в большом колличестве будет звучать живая музыка.

 

19.- 23. Februar 2011/  Ankern im Fluß Paraiba, Cabadelo/ Jacaré, Insel Restinga

Am 15. Februar verlassen wir Fortaleza bei strömendem Regen und starkem Wind. Die nächste Etappe führt nach Osten und dann nach Süden - gegen Wind, Welle und Strömung. Die Fahrt ist aber glücklicherweise nicht so anstrengend wie anfnags befürchtet. Wir haben nach einem ruppigen ersten Tag günstigen Wind und unsere Miepke kreuzt brav gegenan.

Ursprünglich wollten wir direkt nach Salvador durchsegeln, wo uns in drei Wochen Nicole besuchen kommt. Aber unterwegs entscheiden wir uns spontan, noch einen Zwischenhalt einzulegen. Wir fahren durch das Delta des Flußes Paraiba, an der Insel Restinga vorbei und ankern im Fluß vor dem kleinen Ort Jacaré. Die Landschaft hier ist paradiesisch. Es sind noch Überbleibsel des ursprünglichen Urwälderes zu spüren. Es ist Samstagabend und die Stimmung am Ankerplatz ist grandios. Wir machen uns schnell ausgehfertig, blasen das Dinghi auf und fahren zum Ufer. Dort treffen wir gleich ein paar deutsche Yachtsegler, die uns spontan zum Barbecue einladen.Wir sind natürlich begeistert. Wie sagt man: vom Schiff zum Ball!

Wir verbringen drei sehr intensive Tage hier. Eine Tagestour mit dem Dinghi führt uns zu der unbewohnten Insel Restinga.Wir fühlen uns ein wenig wie Entdecker, als wir über die Insel streifen und unzählige Vögel beobachten. Insgesamt umrunden wir einmal die ganze Insel und besuchen dabei auf das gegenüberliegenden Ufer und einige kleiner brasilianische Dörfer. Nicht oft kommen ausländsche Besucher hierher. Auch schauen wir uns Cabo Branco, das östlichsten Kap des Südamerikanischen Kontinents, an. Dort besuchen wir das Museum für Zeitgenössische Kunst, ein sehenswerter Bau von Oscar Niemayer.

Früh morgens am 23. Februar heben wir den Anker und segeln mit dem Ebbstrom flußabwärts zur Mündung zurück. Es geht wieder hinaus aus das offene Wasser des Südatlantiks - wieder Kurs Süd. Unterwegs bringt Andreas wieder frischen Tunfisch für mehrere Tage auf die Speisekarte.  

 

19- 23 февраля 2011/ под якорем на реке Параиба, города Кабадело/ Жакаре, остров Рестинга

15-го  февраля во время проливного дождя и сильного ветра мы покинули Форталецу. В следующий этап нам придёться плыть против ветра, волн и течения. Но тем не менее плавание не такое утомительное, как мы предпологали. Наша Мипке хорошо справляется с непопутным и достаточно сильным  ветром и несёт нас с хорошей скоростью вперёд (хоть и путь непрямой , а зигзагами).

Вообще-то мы планировали плыть напрямую в город Свльвадор, где нас через три недели посетит Николь. Но по пути мы спонтанно решаем посетить ещё одно местечко. Мы плывём через устье реки Параиба, мимо острова Рестинга и бросаем якорь в реку перед городом Жакаре. Ландшафт здесь великолепный, ещё чувствуются остатки джунглей. День нашего прибытия- суббота вечером и атмосфера вокруг праздничная! Мы тоже быстро готовимся к выходу, надуваем резиновую лодку и едем к берегу. Там мы сразу же знакомимся  с некоторыми немецкими яхтсменами. Они нас приглашают на барбекью. Мы с огромной радостью принимаем их приглашение. Как говориться: с коробля на бал!

Мы проводим три очень интенсивных дня в этих краях. Мы едем на нашей резиновой лодке на необитаемый остров Рестинга. Там мы себя чувствуем первооткрывателями. Узкая тропинка ведёт через густую растительность острова. Отовсюду слышаться различные голоса зверей, птиц, насекомых. Над островом стаями витают птицы- хищники (похожи на соколов). Мы объезжаем остров, останавливаясь в напротив лежащих небольших деревеньках. По реакции местных жителей, нам кажеться, что сюда редко кто заезжает в гости. 

Мы едем к восточному мысу Южноамериканского континента- Кабо Бранко. Там мы посещаем музей современного искусства. Здание это, стоящее посещения, построил известный бразильский архитектор Оскар Нимаер.

23-го февраля рано утром мы ставим паруса и плывём  вдоль реки с попутным течением (с отливом) снова к устью реки, в Южную Атлантику. Мы плывём в Сальвадор. По пути Андреас ловит тунца и тем самым в нашем меню несколько дней деликатесная еда.